Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

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Kiesabbau: Selbst eigene Partei fällt OB in Rücken

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Neu eröffnetes Konzept kommt gut an – Bürger wollen mehr davon

Trampen für Ältere: Startschuss für „Mitfahrbänke“ in Gauting

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Hoffen auf viele Anhalter: die Seniorinnen Margarete Maier und Brigitte von Schlichtkrull, Mitfahrbank-Initiatiorin Barbara Weisser, Bürgermeister Jürgen Sklarek und Hildrud Dresbach.

Gauting – Zum Einkaufen müssen die Bewohner der Seniorenresidenz am Angerweg bis in die Ortsmitte fahren – Das Problem: Die Busse fahren nur sehr unregelmäßig – Die Lösung: Mitfahrbänke

Gerade ist die erste Etappe geschafft – da wollen die Gautiger bereits mehr. Die Rede ist von sogenannten Mitfahrbänken, von denen die ersten zwei Exemplare jetzt in der Grubmühlerfeldstraße aufgebaut wurden. Hinter dem Projekt verbergen sich Sitzbänke, an denen ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen warten können, bis ein vorbeifahrendes Auto sie mitnimmt . Das hatte der Seniorenbeirat gefordert (Hallo berichtete). Mit dem Aufbau startet jetzt eine einjährige Testphase.

Die ersten beiden Mitfahrbänke sollen den Bewohnern der Seniorenresidenz am Angerweg den Weg in die Ortsmitte erleichtern. „Man kommt hier sonst zu bestimmten Zeiten gar nicht weg“, sagt Brigitte von Schlichtkrull, die das Projekt eine „sehr gute Idee“ findet. Nur dreimal wöchentlich fährt ein Bürgerbus von der Seniorenresidenz ans andere Ende der Grubmühlerfeldstraße, wo beispielsweise eingekauft werden kann. Dort hat der „Verband Wohnen“ ein kleines Grundstück für die Mitfahrbank bereitgestellt.

Für Sonja Rauscher (38) nur ein Anfang. Sie würde das Konzept gern ortsübergreifend anbieten – etwa zwischen Gauting und Neuried. „Den Weg fahre ich täglich allein im Wagen. Ich könnte immer jemanden mitnehmen“, sagt die Gautingerin. Die beiden Orte verbinde nur ein regulärer Bus – die Linie 936 fährt aber über Stockdorf, Krailling und Planegg und braucht viel Zeit. „Und die neue Expressbuslinie hält nur am Neurieder Rathaus. Will man zur U-Bahn Fürstenried oder zum Einkaufen ins Gewerbegebiet muss man noch einen weiten Weg laufen.“

In den sozialen Netzwerken werden noch zahlreiche weitere Standorte diskutiert: etwa zwischen der Post an der Hubertusstraße mit Pendant an der Nimrodstraße, am Buchendorfer Berg oder zwischen Unterbrunn und Gauting.

Die Gemeinde Gauting ist mit weiteren Bänken eher noch vorsichtig. „Bei der Aufstellung muss darauf geachtet werden, dass zu vorhandenen Versorgungsstrecken des ÖPNV keine Konkurrenz entsteht“, betont Sprecherin Charlotte Rieboldt. Dennoch seien weitere Mitfahrbänke – etwa am Buchendorfer Berg – für die Gemeinde durchaus denkbar, so Gautings zweiter Bürgermeister Jürgen Sklarek.

Romy Ebert-Adeikis

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