Kraillingerin will Konzept zur Mäßigung von Böllern

„Silvesterböllerei? Nein danke!“

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An Silvester schwimmt München in einem Meer aus Lichtern – aber auch aus Rauch und Nebel. Dietlind Freyer-Zacherl will, dass das im Würmtal künftig anders ist.

Krailling –  Jede Menge Feinstaub, verschreckte Tiere und 60 Tonnen Müll: Dietlind Freyer-Zacherl kämpft seit Jahren gegen die ungehemmte Böllerei zum Jahreswechsel

Kein privates Feuerwerk in München – mit dieser Forderung machte im November die Bürgerinitiative „Silvesterböllerei? Nein danke!“ Furore (Hallo berichtete). Jede Menge Feinstaub, verschreckte Tiere und 60 Tonnen Müll seien allein 2017 in den Straßen der Landeshauptstadt nach Silvester zurückgeblieben, so die Argumentation der Initiatoren, deren Aktion zwar viel Zustimmung fand, aber bisher keine konkreten Konsequenzen.

All diese Argumente kennt auch Dietlind Freyer-Zacherl. Die Kraillingerin kämpft schon seit Jahren gegen das ungehemmte Knallen und Zündeln zum Jahreswechsel. 2015 beantragte die FBK-Gemeinderätin, zumindest die Neujahrböllerei am Kraillinger Osthang auszusetzen. Der Antrag wurde knapp abgelehnt – es sei nunmal Brauch, so das neue Jahr zu begrüßen.

Nur rund um Altenheime sind Feuerwerk und Knaller tabu

Jetzt will Freyer-Zacherl vor allem an das Verantwortungsgefühl der Würmtaler appellieren. „Jeden Tag liest man in der Zeitung von Umweltverschmutzung und ärgert sich, dass bei Klimakonferenzen nichts vorangeht. Und dann macht im Kleinen doch wieder jeder, was er will“, so die Kraillingerin gegenüber Hallo. Sie sei sich dessen bewusst, dass ein Verbot von privaten Feuerwerk – wie auch in München gefordert – illusorisch ist. „Aber die Bürgermeister sollten sich zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten, wie man die Knallerei mäßigen kann“, fordert die Gemeinderätin.

Gesetzlich vorgeschrieben ist derzeit nur, dass 100 Meter rund um Alten- und Pflegeheime keine Raketen steigen dürfen. Das werde in Krailling auch eingehalten, so Rathaus-Sprecher Alexander Broschell. „Was aber ist mit den vielen Senioren und Kranken, die in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, mit kleinen Kindern, Haustieren, Wildtieren? Gibt es hier einen Umkreis?“, fragt sich Freyer-Zacherl, die sich vorstellen könnte, nächstes Jahr wieder einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat einzubringen.

Heuer hat sie zumindest einen Wunsch an alle Bürger im Würmtal: „Verzichtet auf den Kauf von Raketen und Feuerwerk und spendet das Geld lieber.“

Romy Ebert-Adeikis

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