Gautinger Werkstatt für Flüchtlinge: Räume gekündigt – Integrationsprojekt vor dem Aus? 

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Johannisfeuer: Anwohner fordern Verkleinerung – Veranstalter sehen keinen Bedarf

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Rettet die Oase!

Rapsfeld statt Geschosswohnungen

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Rapsfeld statt Geschosswohnungen: Dafür hat Wolfgang Cebulla (links) zahlreiche Unterstützer gefunden.

Planegg - Es duftet nach Frühling. Noch. Im Gemeinderat Planegg werden Pläne diskutiert, 3,4 Hektar Land für Wohnbau auszuweisen – zum Ärger der Anwohner: Diese wehren sich jetzt

Wolfgang Cebulla und Karin Fasser hatten gedacht, das Thema Wohnbau im „Grund“ sei längst vom Tisch. 2013 hatten sie eine Bürger­initiative gegen solche Pläne gegründet, am Ende stimmten Bürgermeisterin Annemarie Detsch (SPD) und viele Gemeinderäte gegen das Vorhaben. „Wir waren total überrascht, dass das jetzt wieder aktuell ist“, sagt Cebulla. Denn mit der geplanten Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) soll ein Großteil des dortigen Rapsfeldes – rund 3,4 Hektar – als möglicher Wohnraum für bis zu 300 Personen ausgewiesen werden. 

Wolfgang Cebulla (links) und seine Mitstreiter machen mit Flugblättern und Unterschriftenlisten gegen das Vorhaben mobil.

Darum haben sich Cebulla und Fasser dazu entschlossen, ihre Bewegung wiederzubeleben – mit einer Unterschriftenaktion. Zuvor hatten sie die Planegger bereits mit einem dreiseitigen Schreiben auf die Bebauungspläne für das „grüne Filetstück“ aufmerksam gemacht. „Es ist leicht abschüssig und erlaubt daher einen einzigartigen Blick auf das Würmtal“, warben sie für dessen Erhalt. Außerdem sei das Feld als Naherholungsgebiet und Frischluftschneise unabdingbar. Die Folge: Über 70 Bürger kamen zur jüngsten Gemeinderatssitzung, um Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) Fragen zu stellen und das Gremium kritisch zu beäugen, wenn es seine Entscheidung über den neuen FNP fällt. 

So weit kam es aber nicht: Das Thema wurde vertagt, nachdem sich der Gemeinderat in zähen Debatten über die neue Wohnumfrage – im Vergleich zum 2015 durchgeführten Bürgergutachten – und über ein Monitoring-Programm für den neuen FNP verlor. 

Auch eine zweite Bürgerinitiative – rund um (von links) Rolf Josephs, Samantha Lappé und Heinrich Schmid – will die Wohnbebauung verhindern.

Mit im Raum waren auch Samantha Lappé, Heinrich Schmid und Rolf Josephs aus der Dussmannsiedlung, die ebenfalls gegen die Pläne der Gemeinde mobil machen. „Das widerspricht dem Bürgergutachten, in dem sich die Bürger moderates Wachstum und Grünflächen gewünscht haben“, sagt Lappé. Rolf Josephs denkt eher an die Folgen der Bebauung: „Zur Lebensqualität gehört für mich auch, nicht ständig im Stau zu stehen. Schon jetzt ist an der Zufahrtsstraße zum ‚Grund‘ morgens und abends Chaos.“ 

Bei der nächsten Kommunalwahl wollen sie darum Bürgermeister Hofmann und seine SPD abstrafen. Cebulla plant stattdessen ein zweites Flugblatt, um noch mehr Mitstreiter für seine Sache zu finden. Zusammen will man im Gemeinderat erneut Flagge zeigen. Am 17. Mai wird es also wieder voll werden im Planegger Sitzungssaal. 

Romy Ebert-Adeikis

Ergebnisse der neuen Wohnumfrage Planegg

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden auch die Ergebnisse einer neuen Wohnumfrage in Planegg präsentiert. Teilnehmen konnten rund 7000 Haushalte, die 15 Fragen zu ihrer Wohnsituation und ihren Wünschen online oder postalisch beantworteten. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse aus fast 950 Antworten:

Gesucht werden sowohl Miet- als auch Kaufobjekte – vor allem 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Dabei ist der Bedarf an Geschosswohnbau deutlich größer als an familiengerechten Häusern.

Über 80 Prozent der Befragten wollen spätestens in fünf Jahren ihre Wohnsituation ändern.

Die größte Gruppe der Suchenden ist 30 bis 45 Jahre alt, gefolgt von den 18- bis 29-Jährigen. 

Die Preisvorstellungen fast aller Teilnehmer liegt unter den derzeitigen Marktpreisen. Für eine 1- bis 2-Zimmerwohnung wollen etwa 80 Prozent maximal 800 Euro kalt bezahlen. Durchschnittspreis in Planegg ist aktuell 880 Euro.

Besonders häufig wünschen sich die Bürger, im Grünen zu wohnen sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Auch altersgerechtes Wohnen ist stärker gefragt.

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