So geht´s jetzt weiter

Würmtal: Neuer Kiesabbau auf Planegger Flur?

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So wie hier in Neuried, könnte es auch bald in Planegg aussehen.

Kommt jetzt der große Kiesabbau auch nach Planegg? Die Regierung von Oberbayern hat bereits ein Raumordnungsverfahren für Kiesabbau eingeleitet – so geht´s jetzt weiter.

Planegg – Das Thema Kiesabbau lässt das Würmtal nicht los: Nach den massiven Protesten in Neuried gegen eine geplante Kiesgrube im Forst Kasten (Hallo berichtete) sind nun auch für Planegg neue Pläne bekannt geworden.

Jetzt werden zuerst die Auswirkungen geprüft

Demnach hat die Regierung von Oberbayern ein Raumordnungsverfahren für Kiesabbau im Kreuzlinger Forst eingeleitet, um Auswirkungen auf Natur, Land- und Forstwirtschaft, Wasser, Verkehr sowie Energieversorgung zu prüfen.

Konkret geht es um die sogenannte Dickwiese. Das circa 28,4 Hektar große Areal wird begrenzt von der A96, der Verbindungsstraße M21 nach Germering sowie dem Spazier- und Radweg nach Maria Eich. Sie ist nach Angaben des Münchner Merkur fast ausschließlich Eigentum des Planegger Gemeinderats Philipp Freiherr von Hirsch.

Es geht um die Dickwiese.

Dort plant die Gräfelfinger Firma Glück den Abbau von Kies. Wann genau ist derzeit nicht bekannt: „Von Seiten des Vorhabensträgers sind der Regierung von Oberbayern keine konkreten Aussagen über einen beabsichtigten Beginn bekannt“, teilt die Sprecherin der Regierung, Verena Gros, mit. Der Abbaubeginn sei außerdem abhängig von der landesplanerischen Beurteilung sowie dem eventuell anschließend beantragten Genehmigungsverfahren. Ersteres dauere in der Regel sechs Monate, so Gros.

Bis Mittwoch, 17. Juli, haben betroffene Kommunen, Behörden und Verbände nun Zeit ihre Stellungnahme zu den Plänen abzugeben. Anhand der eingegangenen Schreiben prüft die Regierung dann, ob und unter welchen Maßgaben das Projekt „raumverträglich“ ist. Allerdings: Selbst wenn dies nicht der Fall ist, sind die Abbaupläne nicht gänzlich vom Tisch. „Etwaige Umplanungen, die eine Veränderung der abwägungsrelevanten Grundlagen zur Folge haben“ könnten eine erneute Beurteilung erfordern, so Gros.

So wurde über den Dringlichkeitsantrag entschieden

Für einige Planegger Gemeinderäte kommt die Beteiligung der Gemeinde zu spät. „Bei einem solchen Thema braucht es dringend den Diskurs aller politischen Akteure. Dafür ist die Zeit schon fast zu knapp, zumal wir gerade einen neuen Flächennutzungsplan für die Gemeinde erabeiten“, erklärt Dr. Christian Haugg. Zudem könne die Gemeinde in so kurzer Zeit keine eigenen Gutachten, etwa zu Auswirkungen auf das Trinkwasser, erstellen. „Ich bin überrascht, dass wir nicht im Vorfeld informiert wurde“, so der Gemeinderat, der darum einen Dringlichkeitsantrag in den Umweltausschuss einbrachte. Haugg teilte auf Anfrage von Hallo München Folgendes mit: „Bereits heute teilte die Gemeindeverwaltung mit, dass eine Fristverlängerung bei der Regierung von Oberbayern für die Abgabe der gemeindlichen Stellungnahme bis September (anstatt Juli) nachgefragt und gewährt wurde und eine zusätzliche Sondersitzung des Gemeinderates für den 12.9. vorgesehen wurde, auf der das Thema behandelt werden soll."  Romy Ebert-Adeikis

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