Ausstellung zum 150. Geburtstag der Ansichtskarte

Planegg zum Verschicken: Archiv lässt Postkarten wieder aufleben

Archivleiterin Barbara Reinicke (links) und ihre Mitarbeiterin Aleksandra Wilk zeigen die sechs Planegg-Postkarten, die auch vom Archiv aus verschickt werden können
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Sechs Planegg-Postkarten haben Barbara Reinicke (li.) und Aleksandra Wilk vom Archiv entworfen.

Ansichtskarten aus Planegg? Fehlanzeige! Zum 150. Geburtstag der Postkarte will das Gemeindearchiv das Medium wiederbeleben - mit sechs Motiven aus dem Ort.

  • Die Postkarte wird 150 Jahre alt.
  • Das Gemeindearchiv Planegg hat dazu die Ausstellung „Rettet die Postkarte“ zusammengestellt.
  • Dafür wurden auch sechs Planegg-Karten entworfen - zur Freude von Bürgermeister Hermann Nafziger.

Ausstellung „Rettet die Postkarte!“ in Planegg wegen Corona geschlossen

Update: 02. November 2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen in Bayern musste die Ausstellung „Rettet die Postkarte! – Zum 150. Geburtstag der Postkarte“ kurz nach Eröffnung wieder schließen. Ob die Ausstellung im Dezember wieder geöffnet werden kann oder aber auf einen späteren Zeitraum im Frühjahr 2021 verschoben werden muss, sei im Moment noch offen.

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Planegg zum Verschicken: Archiv lässt Postkarten wieder aufleben

Erstmeldung: 29. Oktober 2020

Planegg - Barbara Reinicke und Aleksandra Wilk sind Fans der Postkarte: „Ich aus historischer Sicht und meine Kollegin beim Schreiben und Verschicken“, so Reinicke. Zum 150. Geburtstag des Mediums haben die Leiterin des Archivs Planegg und ihre Mitarbeiterin darum eine Ausstellung mit Ansichtskarten aus dem Würmtal organisiert. Das Motto: „Rettet die Postkarte“. „Aber eigentlich ist es eine Liebeserklärung“, sagt Reinicke.

Die älteste Postkarte im Archiv Planegg stammt aus dem Jahr 1897

Für die Schau haben sie und Wilk die etwa 400 historischen Grußkarten im Planegger Bestand ausgewertet – die älteste stammt aus dem Jahr 1897. „Im Grunde hatte damals jeder Ort eine eigene Postkarte. Aber Planegg sticht heraus, weil aus München viele Tagesausflügler in den Ort kamen, beispielsweise nach Maria Eich.“ Auch Patienten des Lungensanatoriums, das heute aber zu Krailling gehört, haben früher viel geschrieben. „Darum ist im Würmtal der Schatz an alten Postkarten so groß“, weiß Reinicke.

So sehen die sechs neuen Postkarten für Planegg aus.

Das ist heute anders: „Wir haben überall im Ort geschaut, es gibt derzeit keine Postkarten von Planegg“, sagt Wilk. Darum hat sie selbst Hand angelegt und sechs verschiedene Grußkarten für die Gemeinde entworfen. Jeder Ausstellungsbesucher erhält eine Karte zum Andenken, diese kann dann vom Archiv aus auch kostenlos verschickt werden.

Die Postkarten für Planegg könnte es bald auch im Rathaus geben

Von jedem Motiv wurden bislang 100 Stück gedruckt. Doch die Chancen stehen gut, dass es die Planegg-Postkarten auch nach Ende der Ausstellung am 22. Dezember geben wird. Denn sie haben einen weiteren Fan: Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU).

Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger, Barbara Reinicke (li.) und Aleksandra Wilk sind Postkarten-Fans.

Er sagt: „Nach Ende der Ausstellung werden die restlichen Postkarten im Rathaus aufgelegt.“ Auch eine Neuauflage der Ansichtskarten kann sich Nafziger vorstellen, wie er gegenüber Hallo verrät. „Wir werden sehen, wie die Resonanz aus der Bevölkerung ist.“

Öffnungszeiten der Ausstellung im Gemeindearchiv

Während der Herbstferien (2. bis 6. November) ist die Schau „Rettet die Postkarte“ im Gemeindearchiv Planegg, Pasinger Straße 22, täglich von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Danach sind Besuche nur dienstags zu den genannten Zeiten möglich – oder nach Vereinbarung unter Telefon 89 92 62 61. 

rea

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