Das soll sich 2019 in der Gemeinde tun

Neuried: Die große Jahresvorschau der Würmtal-Bürgermeister

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Ein Abschied auf Zeit aus der Ortsmitte: Für fünf Jahre wird das Rathaus im Hainbuchenring Nummer 9 und 10 unterkommen.

Neuried – Es heißt Abschied nehmen aus der Ortsmitte – zumindest für eine bestimmte Zeit – Wen diese Maßnahme betrifft und wieso es dazu kam, erklärt Bürgermeister Harald Zipfel in Hallo

Bürgermeister Harald Zipfel (SPD).

An diese Änderung werden sich viele Neurieder erst gewöhnen müssen: Voraussichtlich ab Ende Februar werden Bürgermeister und Gemeindeverwaltung nicht mehr in der Ortsmitte residieren – sondern im Gewerbegebiet. Dort mietet die Gemeinde ein ganzes Stockwerk im Gebäude einer Firma, die diese Räume nicht nutzt.

„2019 wird spannend, weil viele Maßnahmen anstehen, die ineinandergreifen“, so Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) im Gespräch mit Hallo. Ist das alte Rathaus leergeräumt, zieht dort das Bauamt ein – samt Archiv. Das lagert bisher im alten Feuerwehrhaus, welches nach dem Archiv-Auszug abgerissen werden kann. Erst danach können die Bagger anrücken, um das eigentliche Problem zu beseitigen: den maroden Altbau der Grundschule. „Diese Logistik hinzubekommen, ist unser größtes Projekt im neuen Jahr.“

Noch bis Ende Februar wird das Rathaus – wie gewohnt – in der Planegger Straße 2 zu finden sein.

Jeder Schritt soll etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen. „Vielleicht noch vor den Sommerferien“ würde Zipfel gern mit dem Abbruch des baufälligen Grundschulteils beginnen. „Wir hoffen, dass der neue Schulbau dann 2020 fertig ist.“ Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, habe sich die Gemeinde einen Architekten gesucht, der mit vorgefertigten Bauteilen arbeitet, die zusammengesteckt werden.

Für immer wird die Gemeindeverwaltung das Zentrum aber höchstwahrscheinlich nicht verlassen. „Das Ziel ist, dort in fünf Jahren ein komplett neues Rathaus zu haben“, so der Bürgermeister. Genau auf den Zeitraum sei daher auch der Mietvertrag für die Räume im Hainbuchenring ausgelegt. „Um ein bisschen Druck für den Neubau zu haben“, sagt Zipfel. Denn Eines ist klar: „Im alten Rathaus können wir nicht mehr arbeiten.“ Dort könne die Gemeinde weder den Datenschutz noch die Barrierefreiheit garantieren, die heutzutage gefordert sind.

Romy Ebert-Adeikis

Baustart auch am Maxhofweg?

Auch am südlichen Maxhofweg könnte in der zweiten Jahreshälfte das Bauen losgehen. „Ich glaube nicht, dass die Gemeinde den Maxhofweg noch ein Jahr verzögern will“, so Zipfel. Der Grund: Die rund 150 Wohneinheiten und der Kindergarten, die auf dem Gelände entstehen sollen, könnten über eine Nahwärmeleitung vom Hettlage-Areal mitversorgt werden. Dafür müsse die Leitung aber möglichst parallel zum Hettlage-Bau entstehen. Eine Photovoltaikanlage hatten die Investoren zuvor mehrheitlich abgelehnt.

Um die zahlreiche Kritik an dem Vorhaben aufzufangen, setzt der Bürgermeister auf Dialog. Er will die Anwohner 2019 zu einer weiteren Infoveranstaltung einladen, zum Beispiel ins Jugendhaus. „Dann sollen aber bitte konkrete Verbesserungsvorschläge kommen.“

Hettlage-Areal soll ab April bebaut werden

Die Fertigstellung des Hettlage-Areals ist vorerst für Ende 2020 angepeilt.

Am Hettlage-Areal soll 2019 der Bau von Wohnungen, Gewerberäumen und einem Hotel starten. „Wir hoffen, dass der Aufstellungsbeschluss im ersten Vierteljahr steht, so dass wir im April starten können“, sagt Bürgermeister Zipfel. Die Fertigstellung sei für Ende 2020 angepeilt. Aktuell stehe die Gemeinde in Gesprächen mit potenziellen Mietern für den Gewerbeteil – unter anderem mit dem Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie Martinsried. 

Neuried feiert ein Jahr der Jubiläen

Stolze 825 Jahre besteht die Gemeinde Neuried im Jahr 2019. Eine ganze Woche lang wird das im Mai und Juni gefeiert. Dafür wird ein Festzelt parallel zur M4, zwischen dem Kindergarten und dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Am 30. Mai tritt dort die Band „CubaBoarische“ in einer neuen Besetzung auf. Einen Tag später legt DJ Enrico Ostendorf für die Dorfjugend auf. Auch das Johannisfeuer und der TSV-Lauf im Juli sollen dem Bürgermeister zufolge im Zeichen des Gemeinde-Jubiläums stehen.

Aber 2019 stehen es in Neuried noch mehr Geburtstage an: der Waldkindergarten und das Festival am Forst Kasten gibt es seit jeweils zehn Jahren. „Die Nachbarschaftshilfe wird sogar 40“, freut sich Zipfel.

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