Folge der Umstrukturierung?

Baustelle Altersmedizin: Senioren fordern bessere Versorgung im Klinikum

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Der Neubau der Klinik schreitet voran. Die Seniorenvertretung stellt dazu einige Forderungen...

1500 Unterschriften, ein energischer Auftritt im Bezirksausschuss und ein geplanter Antrag bei der Bürgerversammlung: Schwabings Senioren machen mobil. Was konkret dahintersteckt.

Schwabing – „Wir fordern keine weitere Kürzung der Bettenzahl und keine Rückstufung auf Basis-Notfallversorgung.“ – das betonte die Seniorenbeirätin Ingrid Seyfarth-Metzger in der jüngsten BA-Sitzung. Denn in Schwabing soll die Erwachsenen-Notfallversorgung im Zuge des Neubaus der Schwabinger Klinik von der zweiten Stufe auf die erste reduziert werden.

Pressesprecherin Maike Zander von der München Klinik erklärt jedoch: „Dank des Neubaus bieten wir eine vergleichbar gute Notfallversorgung wohnortnah für Erwachsene und zusammen mit der Schwesterklinik Bogenhausen (Stufe 3) die optimale Notfallversorgung für den Münchner Norden.“

Zusätzlich wünscht sich die Seniorenvertretung, stärker in die weiteren Planungen des Medizinkonzepts eingebunden zu werden. Sie kamen außerdem in die Sitzung, um auf herrschende Ängste von Senioren im Viertel hinzuweisen, die mit dem Neubau zusammenhängen. Die älteren Mitbürger befürchten nämlich, dass sich durch das Bauprojekt und mögliche Verlegungen von medizinischen Abteilungen, speziell ein Wegfall der Altersmedizin, für sie einiges ändern könnte. Seyfarth-Metzger: „Für die Senioren sind lange Wege wahnsinnig belastend!“

Aus diesem Grund hat die Seniorenvertretung auch eine Unterschriftenaktion gestartet, auf die bislang etwa 1500 Menschen ihren Namen gesetzt haben. Vom BA bestärkt, planen die besorgten Bürger, auch bei der kommenden Bürgerversammlung einen Antrag einzureichen.

Zander kann jedoch ein Stück weit beruhigen: „Die Altersmedizin am Standort Schwabing besteht fort. “ Kollege Raphael Dicke ergänzt: „Das bestehende Medizinkonzept in Schwabing wird um 24 geriatrische Betten erweitert. Die altersmedizinische Kompetenz bleibt damit wohnortnah erhalten.“

Zur künftigen Notfallversorgung erklärt Zander: „Für die Schwerverletztenversorgung von Erwachsenen ist die Notaufnahme der München Klinik Schwabing jetzt und in Zukunft entsprechend kompetent unter anderem mit Schockräumen und Herzkatheterlabor (Versorgung von beispielsweise Herzinfarktpatienten) ausgestattet.“

kf

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