Das verändert sich im neuen Jahr

Vorschau auf 2020 – Kostenloser Nahverkehr für die Planegger  

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Gratis Busse für Planegg: Ein solches Pilotprojekt will die Gemeinde im Frühjahr starten.

In Planegg dreht sich dieses Jahr alles rund um den Verkehr. Dabei will Planegg für seine Bürger einen kostenlosen Nahverkehr schaffen. Alles dazu und was sich sonst noch verändern wird, finden sie hier...

Planegg – Dieses Pilotprojekt wird Strahlkraft für den ganzen Großraum München haben: 2020 will Planegg für seine Bürger einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr einführen – zumindest für diejenigen, die für den Versuch ausgewählt werden. 

„Für das Projekt haben wir im Haushalt 50 000 Euro eingestellt“, sagt Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD). Seit 2017 haben mehrere Parteien im Gemeinderat gefordert, den Nahverkehr für Planeggs Bürger kostenlos zu machen. 

Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD)

Der MVV hat sich dagegen gesträubt. Im Rahmen des Pilotprojekts will die Gemeinde den Bürgern die Fahrtkosten erstatten – und dabei zeigen, wie groß der Verwaltungsaufwand wäre. „Noch muss diskutiert werden, wie das technisch machbar ist“, so Hofmann. 

Dafür soll in Kürze ein Arbeitskreis ein Konzept erarbeiten. „Wenn wir uns bemühen, können wir noch im April oder Mai starten.“ Auch sonst steht heuer in Planegg der Verkehr im Fokus: „Ende Januar werden wir im Gemeinderat eine permanente Verkehrszählung vorstellen“, kündigt der Bürgermeister an. 

Verkehr im Fokus

Bisher basieren Verkehrsgutachten für die Gemeinde nur auf Berechnungen. Künftig könnte an neuralgischen Punkten im Ort mittels Spezialtechnik jeder Fahrzeugtyp erfasst werden. „Das kostet nur 54 000 Euro.“ 

Beschließt der Gemeinderat die Verkehrszählung, könnte sie schon im März beginnen. Gleichzeitig werden jetzt erste Fortschritte bei der U-Bahn-Station Martinsried sichtbar: „2020 werden wir das dazugehörige Parkdeck bauen. 2021 gehen wir dann in die Tiefe.“ 

Abschluss bei der Westumfahrung Martinsried

Endlich weitergehen soll es auch bei der kritischen Kreuzung Pasinger Straße/Richard-von-Wagner-Straße. „Im Januar werden wir nochmal mit den Anwohnern sprechen. Dann wird der Umbau beschlossen“, gibt sich Hofmann zuversichtlich. 

Bei der Westumfahrung Martinsried hofft der Bürgermeister auf einen Abschluss der Planungen in diesem Jahr. Knackpunkt ist die Radweganbindung – zumal im Dezember der Neubau einer Rad-Unterführung an der Münchner Straße erneut vertagt wurde. 

Für die Anbindung der Westumfahrung selbst hat die Gemeinde einen Teil des Jascheck-Grundstücks mit einem Investor getauscht. Dort könnte eventuell schon im Herbst der Bau eines Gewerbegebäudes starten. 

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Das passiert heuer am Bahnhofsareal

Auch der Umbau des Bahnhofgeländes soll 2020 endlich vorankommen. „Im Winter baut Heide Volm ein neues Kühlhaus, das ist die Voraussetzung dafür, dass es weitergeht“, so Bürgermeister Heinrich Hofmann. 

Dann könnte der Teil der Wirtschaft abgerissen werden, an dem künftig ein Bike&­Ride-Parkhaus stehen soll. „Das können wir dann vielleicht im Frühjahr 2021 anfangen zu bauen.“ Der Umbau der Nordseite des Bahnhof­areals sei hingegen ein Thema für den neuen Gemeinderat.

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