Wildschweinrotte passiert die M 21 – und verursacht einen Verkehrsunfall

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Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

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Planegg als Vorbild? – SPD fordert Maßnahmen für mehr Sicherheit in Kreuzungen

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Nicht wenige Lkw rollen durch Planegg. Unfälle mit Radlern gab es laut Polizei bisher nicht. Aber um das Risiko zu verringern, will Felix Kempf Abbiegehelfer für Gemeinde-Lkw einführen.

Immer wieder erschüttern schwere LKW-Unfälle die Stadt. Um dem ein Ende zu setzen, fordert die SPD jetzt eine Abbiegehilfe für gemeindeeigene Lkw oder spezielle Spiegel an Knotenpunkten.

Planegg – Keine zwei Wochen ist es her, da überrollte am Sendlinger Tor ein Müllwagen einen 43-jährigen Radfahrer und verletzte ihn schwer (Hallo berichtete). Mitte Mai starb ein Elfjähriger in der Isarvorstadt, weil er von einem abbiegenden Kieslaster übersehen wurde (Hallo berichtete). 

Regelmäßig gibt es in München Unglücke wie diese – und mit ihnen die Debatte über Systeme, die Lkw-Fahrern beim Abbiegen vor Personen im toten Winkel warnen. Bisher sind diese nicht verpflichtend. Ändern soll sich das erst 2024, aber auch nur für neue Laster und Busse.´

Aufrüstung gewinnt allgemein an Relevanz

„Mehrere größere Firmen rüsten inzwischen freiwillig auf“, sagt der Planegger SPD-Gemeinderat Felix Kempf. Zuletzt hatte etwa die Gräfelfinger Kiesfirma Glück erklärt, ihre Lastwagen damit auszustatten. „Da stünde es der Gemeinde Planegg gut zu Gesicht, wenn sie das für ihre Lastwagen auch macht“, findet Kempf. 

Der SPD-Gemeinderat hat darum mit seiner Fraktion den Antrag gestellt, alle gemeindeeigenen Lkw mit den Assistenzsystemen auszustatten. „Wir wollen in Planegg ja auch den Radverkehr stärken. Und für viele ist ein Grund, nicht mit dem Rad zu fahren, dass sie an unseren großen Kreuzungen Angst haben“, glaubt Kempf.

Finanzieller Aufwand sei gut zu stemmen

Sein Antrag wird bereits am Donnerstag, 4. Juli, im Hauptausschuss debattiert. Kempf ist optimistisch: „Es gibt keine Nachteile – und der finanzielle Aufwand ist überschaubar.“ Pro Nachrüstung sei mit rund 2000 Euro zu rechnen. Betreffen würde das laut Gemeinde zehn Fahrzeuge, drei der Gemeinde und sieben der Feuerwehr. Müllautos oder Busse gehören nicht dazu.

Um auch deren Fahrten in der Gemeinde sicherer zu machen, will er zudem für sogenannte Trixi-Spiegel werben. Die Erfindung eines Münchners soll ab 2020 an 100 Münchner Verkehrsknotenpunkten aufgehängt werden. Ein Pilotprojekt, um die Wirksamkeit der Spiegel zu testen. Vorstellen kann sich Kempf diese auch an der Ecke Germeringer Straße/Pasinger Straße. Da es sich dabei um eine Kreisstraße handelt, kann die Gemeinde aber nicht allein bestimmen

Romy Ebert-Adeikis

Das halten die anderen Gemeinden von Assistenten

  • Gräfelfing:
    Eine Umrüstung der Bauhof-Fahrzeuge wird aktuell geprüft. Dies habe Betriebshofleiter Helmut Degen angestoßen.
  • Gauting:
    Ein Lkw der Gemeinde werde zeitnah nachgerüstet. Bei Neuanschaffungen werden künftig nur Laster mit Warnsystem berücksichtigt.
  • Krailling:
    Derzeit werden die Kosten für Abbiegehelfer geprüft und danach dem Gemeinderat vorgestellt. Im Haushalt 2019 sind dafür keine Mittel eingestellt.
  • Neuried:
    In Neuried gibt es weder umgerüstete Lastwägen noch Pläne dafür.

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