Wildschweinrotte passiert die M 21 – und verursacht einen Verkehrsunfall

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Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

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Nachhaltige Siedlungsentwicklung

Planegg: Gemeinderat einigt sich auf Flächenplan – Keine neuen Häuser im Grün

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Hunderte Bürger rund um Wolfgang Cebulla (links) unterschrieben vor einem Jahr gegen neue Wohngebiete im Grund und am Klopferspitz.

Es kostete Wolfgang Cebulla viel Energie, doch die Strapazen haben sich ausgezahlt: Auch der Gemeinderat stimmt seinen Forderungen zu und will keine neuen Wohnflächen am Klopferspitz ausschreiben.

Planegg – Wolfgang Cebulla ist die Erleichterung anzumerken: Gemeinsam mit zig Nachbarn und Unterstützern hat der Planegger – zum Beispiel mit einer Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren – gegen die Schaffung neuer Wohnungen im Grund und am Klopferspitz protestiert (Hallo berichtete). 

Jetzt ist klar: Auch der Gemeinderat will keine neuen Wohnflächen im Außenraum ausweisen. „Ich bin froh, dass die Sache jetzt rum ist“, sagt Cebulla.

Die Grundsatzentscheidung hat das Gremium im Rahmen der Beratungen zum neuen Flächennutzungsplan (FNP) getroffen. Er soll eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in Planegg sicherstellen. Der aktuelle Plan ist 47 Jahre alt. 

Ganze zwei Sitzungen dauerte es, bis sich die Gemeinderäte auf einen ersten Entwurf einigen konnte. Die Knackpunkte: Für wie viel Menschen soll Planegg langfristig Wohnraum entwickeln? Und was bedeutet das für die Verkehrssituation? 

Die zentralen Ergebnisse:

Wohnraum

  • Im Bürgergutachten gaben die Planegger die Richtung selbst vor: Von 2015 bis 2035 soll nur so viel Land für Wohnbau ausgewiesen werden, dass die Bevölkerung um maximal 0,5 Prozent jährlich wächst. Durch die Bautätigkeit der vergangenen Jahre, etwa in der Ortsmitte Martinsried, habe man schon viele neue Einwohner. Zudem gebe es bereits ausgewiesene Baulandreserven (Flemingstraße, Richard-Wagner-Straße) oder Baulücken (etwa in der Münchner Straße). Darum können die Grünflächen im Grund und am Klopferspitz auch im neuen FNP solche bleiben.
  • Der noch unbebaute Teil der Lena-Christ-Straße soll zwar im FNP für Wohnraum vorgehalten werden. Dass dort wirklich gebaut wird, ist damit aber nicht beschlossen. Einzig die Fläche an der Herzog-Wilhelm-Straße soll definitiv für Wohnbau ausgewiesen werden. Allerdings setzten die Freien Wähler durch, dass sozial geförderter Wohnraum nicht auf die 0,5 Prozent Wachstum angerechnet werden sollen.

Verkehr

Zwei Verkehrsbüros erstellten hierzu eine Prognose mit deutlich unterschiedlichen Ergebnissen. Aber: Auf fast allen Straßen ist mit einer Verkehrssteigerung zu rechnen, insbesondere auf der Münchner Straße (11 bis 15 Prozent). An einigen Knotenpunkten sei die Leistungsfähigkeit bereits jetzt an der Grenze.

Monitoring

Sowohl Zuzug als auch Verkehr sollen ab sofort regelmäßig überprüft werden. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dafür werden auch Dauerzählstellen für Fahrzeuge eingerichtet.

Wie geht es jetzt weiter?

Ab Montag, 8. Juli, liegt der Entwurf im Rathaus Planegg zur Einsicht aus. Dabei können Bürger und Behörden wieder Anregungen einreichen. Diese werden vom Gemeinderat nochmals behandelt. Die Gemeinde will den FNP bis Frühjahr 2020 beschließen.

An der Münchner Straße soll der Verkehr am meisten zunehmen.

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Romy Ebert-Adeikis

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