Standort für Alt und Jung

Keine Begegnungsstätte fürs Würmtal an der Bahnhofstraße Planegg

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Mit der Schließung des Feinkostgeschäfts Käfer in der Bahnhofstraße 7 eröffnet sich eine Möglichkeit für eine neue Begegnungsstätte.

Im September verlässt das Feinkostgeschäft Käfer die Planegger Bahnhofsstraße 7. Ginge es nach den Freien Wählern Dynamische wird es dort in Zukunft keine Ladenräume mehr geben...

Update – Der Planegger Ferienausschuss hat eine Begegnungstätte für Planegg an der Bahnhofstraße 7 abgelehnt.  

Weil das Feinkostgeschäft Käfer schließt, schlugen die Freien Wähler Dynamische (FWD) vor, dass die Gemeinde die Räume anmieten solle, um dort einen Ort zu schaffen, an dem alle Bürger zwanglos zusammenkommen könnten. Das stieß allerdings auf wenig Gegenliebe. Die Mehrheit habe für dieses "Filetstück" lieber eine gewerbliche Nutzung gewollt, teilte Florian Zeller, Vorsitzender der FWD, auf Hallo-Nachfrage mit."Das ist schade, weil die Entscheidung zu kurzfristig ist", meinte Zeller enttäuscht. 

Planegg – Als Ärztin und Gemeinderätin erlebt Dr. Cornelia David immer wieder die Vereinsamung älterer Bürger im Würmtal. Ihre Vision, um an der Situation etwas zu ändern: ein Ort, an dem vor allem Planegger zwanglos zusammenkommen oder Senioren und Jugendliche sich gegenseitig etwas beibringen können. 

Mit der Schließung des Feinkostgeschäfts Käfer in der Bahnhofstraße 7 eröffnet sich jetzt eine Möglichkeit, die Idee umzusetzen. Darum hat die Fraktion der Freien Wähler Dynamische, zu der David erst kürzlich gewechselt ist, beantragt, dass die Gemeinde Planegg eine Anmietung der Räumlichkeiten prüft. 

Da bereits ab September die Käfer-Räume komplett leerstehen werden, soll darüber schon der Planegger Ferienausschuss am Donnerstag, 22. August, diskutieren.

Generationenübergreifend und konfessionsfrei mit wechselndem Programmangebot

„Entstehen könnte dort ein generationsübergreifendes Begegnungshaus, möglicherweise in Kooperation mit der AWO, der Würmtalinsel, dem Repair-Café, der vhs und weiteren Vereinen, die Interesse haben könnten“, heißt es in dem FWD-Antrag. Geplant seien außerdem wechselnde Programme wie Koch- und EDV-Kurse, Spielenachmittage oder Vorlesetreffs. Anders als etwa bei der Volkshochschule müsse man sich nicht langfristig binden, so David. „Es wäre keine Mitgliedschaft oder ähnliche Verpflichtung nötig, nur ein Kostenbeitrag für die in Anspruch genommenen Angebote.“

Dr. Cornelia David, Ärztin und Gemeinderätin.

Nach geeigneten Räumlichkeiten hatte David bereits seit Mai gesucht und etwa mit der Kirche gesprochen. „Aber heute wollen sich viele Menschen nicht mehr konfessionell binden“, erklärt die FWD-Bürgermeisterkandidatin, warum sie die Begegnungsstätte jetzt doch lieber konfessionsfrei über die Gemeinde organisieren möchte.

Antragsstellerin David: „Im Gemeinderat werden es einige als nicht finanzierbar einstufen“

Ein Vorbild für ihre Vision sieht David in der Aschenbrenner-Stiftung in Garmisch Partenkirchen. Darum fordert der Antrag ihrer Fraktion auch, zu prüfen, ob auch in Planegg ein Verein beziehungsweise eine Stiftung die Organisation übernehmen könnte – oder ob diese sogar in Gemeindehand bleiben dürfte.

Außerdem soll eruiert werden, ob die Gemeinde für das Projekt Zuschüsse von Bund oder Freistaat erhalten könnte. Denn David befürchtet: „Es wird schwierig sein, im Gemeinderat die nötige Unterstützung für unser Anliegen zu bekommen, weil einige es als nicht finanzierbar einstufen werden.“ 

Die Gemeindeverwaltung will sich zu dem Antrag bisher nicht äußern. „Das ist etwas, was das Gremium debattieren muss“, sagt Geschäftsleiter Stefan Schaudig auf Hallo-Anfrage.

Romy Ebert-Adeikis

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