Neuried baut sich auf

Das passiert 2020 in Neuried – Die große Jahresvorschau

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An allen Ecken und Enden reißen in Neuried Bagger ein und Kräne bauen neu auf.

Bürgermeister Harald Zipfel gibt einen Überblick, was in Neuried 2020 alles neu passieren wird. Eins steht schon mal fest: Es wird viel abgerissen und wieder  neu aufgebaut...

Neuried – „Aus Alt mach Neu“, könnte das Motto für Neuried 2020 sein. Denn an allen Ecken und Enden reißen Bagger ein und Kräne bauen neu auf. „Viel wird noch im ersten Halbjahr passieren“, sagt Bürgermeister Harald Zipfel (SPD). 

Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) gibt einen Überblick, was in Neuried alles 2020 neu werden wird.

Ein Überblick: 

• Hettlage-Areal: Die Textilfabrik-Ruine ist seit letztem Jahr passé, jetzt wird wieder aufgebaut. „Im Januar beginnen die Arbeiten am ersten Abschnitt, welcher eine Bauzeit von circa zwei Jahren haben wird“, teilt die Investoren-Firma Toni Immobilien mit. Gemeint ist damit der Gewerbeteil, der im Laufe des Jahres auch weitgehend vermietet werden soll. Bis Ende des Jahres werden zwei Untergeschosse und der Rohbau errichtet, dann beginnt die technische Ausstattung des Gebäudes. Voraussichtlich im dritten Quartal 2020 soll der zweite Bauabschnitt beginnen. 

Wo der Bagger 2019 am Hettlage-Areal fleißig schaufeln musste, entstehen heuer eine Tiefgarage und ein Gewerbe-Rohbau.

• Neubau Grundschultrakt und Musikschule: Mit dem Abriss des alten Feuerwehrhauses ist noch in den letzten Wochen 2019 der Startschuss für den Neubau des maroden Teils der Grundschule gefallen. Der Trakt selbst soll ab Januar abgerissen werden. Bereits im Juni könnte die Bodenplatte für den geschätzt neun Millionen Euro teuren Neubau gesetzt werden. Die Arbeiten laufen voraussichtlich von Dezember 2020 bis April 2022. 

Bereits 2019 voll im Gang war der Abriss des alten Feuerwehrhauses. Im Januar soll der marode Trakt der Grundschule folgen.

• Neues Rathaus: Für Harald Zipfel ist die Planung des neuen Rathauses eine Kernaufgabe für 2020. „Wir können bald in den Architektenwettbewerb gehen, die Ausschreibung soll spätestens im Februar erfolgen.“ Die Entscheidung wird aber wohl der neue Gemeinderat treffen. „Das wird sich bis Mai ziehen“, so Zipfel. 2023 soll das Rathaus bezugsfertig sein, dann läuft auch der Mietvertrag für die aktuellen Räume im Hainbuchenweg aus. 

• Umbau Gautinger Straße: Die Neuordnung der Gautinger Straße soll den Neurieder Ortskern für Fußgänger und Radler sicherer machen. Weil ein Grundstückseigentümer gegen die Pläne Einspruch erhoben hat, wurde der Umbau verschoben. „Hoffentlich schaffen wir ihn jetzt im ersten Halbjahr 2020“, so Harald Zipfel. Denn über den Winter stehen dort keine Wochenmarkthändler. „Die Flächen würden wir zum Zwischenlagern von Material brauchen.“ 

• Umzug Kindergarten: Weil der Pachtvertrag für das Grundstück ausläuft, muss der „Zauberwald“ an der Zugspitzstraße verschwinden. Für eine Neuerrichtung der Kita am Maxhofweg wird der Bauausschuss im Januar drei Varianten debattieren. Der Umzug wird voraussichtlich erst 2021 erfolgen. 

• Baugebiet Maxhofweg: 2020 werden am Maxhofweg noch keine Wohnungen entstehen. Die fünf beteiligten Bauherrn müssen noch Details und zeitliche Abläufe absprechen. Vielleicht wird aber die Bau­straße noch heuer errichtet. 

Ein Mobilitätsmanagement – am besten für das ganze Würmtal – will Bürgermeister Harald Zipfel anstoßen. Noch vor der Kommunalwahl im März möchte er im Neurieder Gemeinderat debattieren lassen, auf was genau ein Verkehrskonzept eingehen soll und ob man die anderen Gemeinden dafür mit ins Boot holen kann. 

Fortschritte wird es auch in Sachen E-Government geben. Ab April muss Neuried elektronische Rechnungen bearbeiten können, worauf sich die Verwaltung jetzt einstellt. Bis Ende des Jahres ist auch eine Umsatzbesteuerung für Dienstleistungen der Gemeinde Pflicht. Dafür soll im Frühjahr in Neuried eine entsprechende Software getestet werden. 

Ein Radweg nach Gauting wird nach Auskunft des Landkreises erst 2021 ein Thema. Dann soll mit dem Bau begonnen werden. Veranschlagt sind Kosten von 1,5 Millionen Euro.

Romy Ebert-Adeikis

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