Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Neue Heimat für Protest-Grün

„Parents for Future“: Umweltschützer pflanzen Buche aus dem Hambacher Forst in Neuried

+
Stellvertretend für die Bewegungen „Parents for Future“ und „Scientists for Future“ nahm Tina Bonertz die Buche aus dem Hambacher Forst in Empfang.

Dieser Baum setzt ein Signal: Münchner Umweltschützer haben für ihr Engagement eine Buche aus dem Hambacher Forst erhalten, der durch Proteste gegen Kohleabbau bekannt wurde. Die Hintergründe...

Neuried – Das Bäumchen in dem Münchner Garten wäre ursprünglich im Hambacher Forst zu einer großen Buche herangewachsen. Der Wald in Nordrhein-Westfalen wurde durch massive Proteste gegen den dortigen Kohleabbau bekannt. Jetzt wird die Pflanze zum Symbol einer ganzen umweltpolitischen Bewegung – und bezieht bald ihr neues Zuhause: den Neurieder Forst Kasten.

„Ich bin zu dem Baum gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, scherzt Tina Bonertz. Die Thalkirchnerin ist Teil der Bewegung „Parents for Future“ in München. Die Initiative wurde Anfang Mai zusammen mit „Scientists for Future“ von der Gruppe Europäische Energiewende mit dem Energiehelden-Award ausgezeichnet. Teil der Auszeichnung: ein Ableger einer Hainbuche aus dem Hambacher Forst. Stellvertretend für die beiden Bewegungen brachte Bonertz das Bäumchen in dem Garten einer Freundin unter. Bis jetzt.

Während am Sonntag, 7. Juli, der Hambacher Baum in Neuried eine neue Heimat finden soll, wird in Hambach ein kleiner Eichensetzling aus Gauting heranwachsen (siehe unten).

Auf einer „Fridays for Future“-Demonstration lernte Bonertz Malwina Andrassy von „Bürger gegen Kiesabbau im Neurieder Wald“ kennen. Die Geburtsstunde einer ganz besonderen Idee: Die Buche soll am Sonntag, 7. Juli, im Forst Kasten eingepflanzt werden und ein Zeichen gegen den geplanten Kiesabbau setzen. Andrassy und ihre Mitstreiter kämpfen seit Monaten gegen die dafür notwendige Abholzung des Waldes.

„Es geht immerhin um den Erhalt des unmittelbaren Erholungsraums und eines großen CO2-Speichers. Durch den Kiesabbau werden die Böden dort unwiederbringlich zerstört“, sagt Bonertz. Zwar gehe es im Hambacher Forst vor allem um den Schutz des Waldes vor Ausbeutung durch Energieriesen und in Neuried um Kiesabbau. „Aber wir hoffen, dass es ein Symbol mit großer Wirkungskraft ist, das sagt: Im Hambacher Forst gab es wegen der Zerstörung großen Ärger, das könnte auch hier so sein.“

Diese Solidarität beruht auf Gegenseitigkeit: Während einer Kinoveranstaltung zu Unternehmungen im Hambacher Forst lernte das Neurieder Bündnis Aktivisten von „Ende Gelände“ kennen. Die Bewegung kämpft für das Ende der Kohleförderung. Es entstand die Idee, nicht nur im Würmtal die Buche zu pflanzen, sondern auch im nordrhein-westfälischen Hambach ein Zeichen zu setzen: „Es war eine spontane Aktion“, sagt Andrassy. Vor einer Woche wurde deshalb ein kleiner Eichensetzling aus Gauting übergeben, der jetzt in Hambach zu einem großen starken Baum heranwachsen soll.

Sophia Oberhuber

Weitere Informationen unter http://wald-neuried-erhalten.de sowie unter http://rettet-den-wuermtaler-wald.de.

Lesen Sie hier weitere Artikel rund um das Thema

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?
Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Kommentare