Alles ein Jahr später

Neurieder Ortsmitte: Bauausschuss krempelt Pläne um

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Im alten Rathaus arbeitet nur noch das Bauamt. Wann die restliche Verwaltung zurück ins Zentrum kommt, ist ungewiss.

In Sachen Ortsmitte waren die Planungen in trockenen Tüchern – zumindest bis Ende der jüngsten Sitzung. Jetzt steht das Konzept auf der Kippe – und mit ihm die Rückkehr des Rathauses ins Zentrum.

Neuried – Die jüngste Entscheidung des Neurieder Bauausschusses bereitet Bauamtsleiter Andreas Braun einiges Kopfzerbrechen. Denn die Mitglieder wollen die Planung einer neuen Ortsmitte nun nochmal ganz neu angehen. „Das heißt, alles verzögert sich etwa um ein Jahr“, sagt Braun gegenüber Hallo

Das Problem: Das bringt auch den in fünf Jahren geplanten Rückzug des Neurieder Rathauses vom Hainbuchenring in das Zentrum (Hallo berichte) in Gefahr. „Der Zeitplan wird auf jeden Fall noch enger als bisher“, so Braun.

Doch von vorn: Nördlich der Planegger Straße soll die neue Neurieder Ortsmitte entstehen – mit einem neuen Rathaus, einem Geschäfts- und Bürogebäude sowie einem mehrgeschossigen Wohnhaus. Bisher gehört das Areal der Gemeinde selbst. Um den Bau eines neuen Rathauses zu finanzieren, sollte aber ein Teil des Geländes an einen Investor verkauft werden, der Geschäfts- und Wohnhaus möglichst nach den Wünschen der Gemeinde entwickelt. 

In der jüngsten Sitzung sollte der Bauausschuss der Gemeindeverwaltung grünes Licht dafür geben, nach passenden Investoren zu suchen.

Doch die Zustimmung dazu gab das Gremium nicht. Der Grund: Es sollen keine „zwei linken Schuhe“ entstehen, wie es CSU-Fraktionsvorsitzender Michael Zimmermann ausdrückte. Statt zunächst Investoren um Ideen für die neue Ortsmitte zu bitten, solle zuerst das neue Rathaus als „Kern der Ortsmitte“ geplant, die anderen Gebäude dann – sowohl finanziell als auch architektonisch – passend entwickelt werden.

„Für das neue Rathaus ist bisher der Raumbedarf definiert, aber mehr noch nicht“, erklärt Bauamtschef Andreas Braun die Problematik. Als erstes muss er jetzt abklären, ob es für die Rathausplanung einen Architektenwettbewerb geben soll oder nicht. Eventuell könnten Grundstücksveräußerung und Architekturplanung auch parallel zueinander laufen.

Wann es einen ersten Entwurf für das Rathaus geben könnte, ist für Braun noch nicht abzusehen. Der Rest des Geländes wird aber voraussichtlich erst nächstes Jahr wieder Thema sein.

Romy Ebert-Adeikis

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