Händler machen für Ortsmitte mobil

Martinsplatz: Nach Kritik – Geschäftstreibende und Gemeinde ziehen gute Bilanz

+
Freuen sich über das Leben in der neuen Ortsmitte (von links): Beate Bleeker, Sarah Weber und Sabine Kropf.

Zu wenig Grün, kein Bürgerhaus... Die Liste der Kritikpunkte an der neuen Ortsmitte ist lang. Gewerbetreibende wie Sarah Weber halten sie aber für unberechtigt. Warum, erklären sie in Hallo.

Über vier Jahre hat Friseurin Sarah Weber darauf gewartet, mit ihrem Geschäft in die Martinsrieder Ortsmitte ziehen zu können. Lange Zeit war ihr Studio versteckt in der Röntgenstraße gelegen und zu groß. „Das neue Geschäft am Martinsplatz ist für mich fast wie ein Sechser im Lotto“, sagt Weber und meint damit nicht nur die kleinere Größe: „So eine Atmosphäre wie hier – das habe ich nirgendwo anders erlebt.“

Nicht alle Martinsrieder begrüßen die neue Ortsmitte. Einigen ist das Gesamtbild zu grau und man vermisst einen einem Bürgertreff.

Umso mehr ärgert Weber – wie viele andere Geschäftsleute am Martinsplatz – die Kritik einzelner Martinsrieder an der neuen Ortsmitte (Hallo berichtete). „Vorher war hier eine Straße und eine Wiese. Man hatte keine Sitzgelegenheiten oder einen Spielplatz“, erinnert sich Weber. Das sei mit dem neu gestalteten Platz anders. „Wenn das Wetter einigermaßen gut ist, ist vor allem am Spielplatz ab mittags richtig was los“, hat Beate Bleeker vom Sportgeschäft Grünberger gleich nebenan beobachtet.

„Es ist schwierig genug, an einem neuen Standort anzufangen“, sagt Sabine Kropf, die mit ihrem Feinkostgeschäft von Gräfelfing nach Martinsried gezogen ist. „Da wollen wir jetzt nicht noch als graue Maus abgestempelt werden.“ Man könne verstehen, dass der ein oder andere sich mehr von der Ortsmitte erhofft habe. „Aber insgesamt ist der Platz sehr gelungen. Wir laden jeden dazu ein, sich einfach selbst ein Bild vor Ort zu machen“, so Bleeker. Es sei klar, dass eine neue Örtlichkeit ihre Zeit brauche, um entdeckt zu werden.

Laut Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) ist das aber bereits geschehen: „Die Kinder lieben den kleinen Spielplatz mit den Trampolinen und die Bänke über den Platz verteilt sind in der Mittagspause und abends sehr gefragt. Freies WLAN gibt es am Martinsplatz jetzt auch“.

Bis Anfang Juli sollen auch die restlichen Arbeiten rund um das Ärztehaus erledigt sein, kündigt Hofmann an. „Bis dahin wird auch der Brunnen endgültig von der Gemeinde abgenommen sein, so dass er dann auch dauerhaft sprudeln kann.“

Romy Ebert-Adeikis

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Soziales Engagement – Das Bundesverdienstkreuz geht ins Würmtal
Soziales Engagement – Das Bundesverdienstkreuz geht ins Würmtal
Nach tödlichem Radlunfall: Debatte über exklusiven Fußgängerweg entlang der Bahnhofstraße
Nach tödlichem Radlunfall: Debatte über exklusiven Fußgängerweg entlang der Bahnhofstraße
Behinderung von Gehwegen – Nun gibts Bußgelder für vernachlässigte Hecken 
Behinderung von Gehwegen – Nun gibts Bußgelder für vernachlässigte Hecken 
Die besten jungen Volleyballerinnen Deutschlands spielen in Planegg und Neuried gegeneinander
Die besten jungen Volleyballerinnen Deutschlands spielen in Planegg und Neuried gegeneinander

Kommentare