Sicherheitsrisiko Ortszentrum

Gefährlicher Verkehr in Martinsried – Eltern und Parteien fordern Ampeln und Zebrastreifen

Als Schulweg viel zu gefährlich sei der Zebrastreifen an der Röntgenstraße, finden die Mütter Christine Brukhty (li.) und Carolin van Aaken
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Als Schulweg viel zu gefährlich sei der Zebrastreifen an der Röntgenstraße, finden die Mütter Christine Brukhty (li.) und Carolin van Aaken

Eltern in Martinsried sind um ihre Kinder besorgt. Der Grund - der Verkehr. Fußgängerüberwege sind zu gefährlich, finden auch die Parteien vor Ort und fordern Maßnahmen.

Martinsried – „Bei dem Verkehrsaufkommen in Martinsried ist es kaum möglich, Kinder irgendwo allein hinzuschicken“, sagt Christine Brukhty. Die 42-Jährige ist Mutter zweier Grundschulkinder, die jeden Tag quer durch das Ortszentrum laufen müssten. 

„Es wundert mich, dass noch nichts passiert ist.“ Ein Knackpunkt: der Fußgängerüberweg an der Röntgenstraße, entlang der beidseitig geparkt werden darf. „Der Zebrastreifen ist zwischen Autos und Transportern versteckt. Selbst ein Erwachsener muss ein paar Schritte auf die Straße machen, um dort gesehen zu werden“, erklärt Carolin van Aaken.

Mutter begleitet ihre Tochter täglich zur Schule

Die 45-Jährige begleitet ihre Tochter jeden Tag zur Schule, nimmt inzwischen auch andere Kinder mit. „Der Schulweg ist nicht sicher“, sagen die beiden in Bezug auf Ausfahrten und Kurzzeitparkplätze auf dem Gehsteig. Jetzt haben zwei Gemeinderatsfraktionen die Vekehrsprobleme im Martinsrieder Zentrum aufgegriffen. 

So hat die CSU eine Kosten- und Machbarkeitsstudie für eine Bedarfsampel an der Röntgenstraße beantragt – anstelle des kaum sichtbaren Zebrastreifens. Dieser berge ein „nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial“, zumal er die einzige Überquerungshilfe sei, die vom Martins­platz auf die südliche Röntgenstraße führe. 

Noch weitreichender sind die Forderungen der Freien Wähler Dynamische (FWD) Planegg. Sie wollen über ganz Martinsried verteilt sieben neue Zebrastreifen, die im Idealfall mit Schwellen hervorgehoben werden. „Es gibt zwar viele Stellen mit Verkehrsinseln. Aber an denen müssen Autofahrer nicht anhalten“, erklärt FWD-Vorsitzender Florian Zeller den Vorstoß. 

Mit dem Bau der U-Bahn biete sich eine gute Gelegenheit, das Verkehrskonzept für den ganzen Ort zu überarbeiten. Besonders dringlich sei ein Zebrastreifen vor der Kinderkrippe Ki-Ka-Ko in der Fraunhoferstraße, durch die sich auch Busse und Lastwagen quetschen, und eine Verbesserung am Kreisel an der Lochhamer Straße. Den überqueren nicht nur viele ältere Menschen auf dem Weg zum neuen Ärztehaus oder zur Apotheke. Er ist ebenfalls Teil des Schulwegs. 

Am 16. Dezember werden neue Zebrastreifen debattiert

„Früher gab es dort auf Höhe der Bushaltestelle noch eine Ampel“, erinnert sich Christine Brukhty. Dass diese vor einigen Jahren abgebaut wurde, ist für sie ein Schildbürgerstreich. „Für unsere Kinder wäre es die sicherste Lösung, dort wieder eine Ampel aufzustellen.“ 

Zumindest über den Antrag der FWD wird schon nächste Woche entschieden: Er steht auf der Tagesordnung für die Verkehrs- und Umweltausschusssitzung am Montag, 16. Dezember. Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) zufolge werde dann das Ordnungsamt eine Stellungnahme vortragen. Wann über die von der CSU geforderte Bedarfs­ampel debattiert wird, ist noch nicht klar.

Romy Ebert-Adeikis

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