Treffpunkt für die Jugend

Der Traum vom eigenen Jugendcafé und günstigen Wohnraum

Hier in der Schulstraße 1 könnten das Jugendcafé entstehen. 
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Hier in der Schulstraße 1 könnten das Jugendcafé entstehen. 

Gräfelfinger Studenten wollen in der Schulstraße ein Jugendcafé eröffnet und betreiben. Im Gegenzug für ihr soziales Engagement sollen die Cafébetreiber dann günstig wohnen dürfen.

Gräfelfing – „Winterdepression“ nennt Philipp Buhl das, was in der kalten Jahreszeit vor allem junge Erwachsene im Würmtal befällt. „Im Sommer kann man sich draußen treffen, zum Beispiel am Anger. Aber im Winter gibt es hier nichts, außer einer von uns hat daheim sturmfrei“, erklärt der 23-jährige Student. Mit seinem Freund Samir El Awat, Jojo Ederer vom Jugendforum Planegg und Sebastian Bürck will er darum in Gräfelfing ein Jugendcafé gründen. „Uns ist wichtig, dass es nichts Kommerzielles ist, sondern einfach ein Treffpunkt.“ 

(v.li.) Samir El Awat, Sebastian Bürck, Philipp Buhl und Jojo Ederer

Günstige Getränke, Workshops und Kunstausstellungen sollen das Angebot abrunden. Finanzieren soll es sich von selbst – unter anderem dadurch, dass alle Beteiligten ehrenamtlich agieren. 

Die Idee: Für ihr soziales Engagement dürfen die Cafébetreiber in Gräfelfing günstig wohnen

Einen geeigneten Ort haben die Initiatoren bereits im Auge: eine leerstehende Haushälfte in der Schulstraße 1, die der Gemeinde gehört. „Da gibt es nur einen direkten Nachbarn“, sagt Samir El Awat. „Allerdings müsste am Haus ziemlich viel gemacht werden, da ist nichts drin.“ Das würden die Buhl und Co auch selbst übernehmen. Sie hoffen, noch im Sommer ihr Domizil eröffnen zu können. „Von der Bürgermeisterin haben wir total viel Zuspruch bekommen“, so Buhl. 

Gegenüber Hallo ist Uta Wüst (IGG) vorsichtiger. Zwar finde sie die Idee grundsätzlich super. „Das Projekt steckt aber noch in den Kinderschuhen“, so die Bürgermeisterin, die skeptisch ist, ob das Haus in der Schulstraße geeignet ist. Auch Buhl muss zugeben: „Zum Wohnen und für kleine Events ist das Haus gut, für einen regelmäßigen Cafébetrieb aber zu klein.“ 

Es gibt eine Alternative: ein Atomschutzbunker unter dem Bürgerhaus

Dass dieser existiert, war erst kürzlich bekannt geworden, als die Sanierung des Gebäudes im Bauausschuss Thema war. „So etwas wäre für unser Anliegen natürlich ideal“, sagt Jojo Ederer vom Jugendcafé­-Team, das den Schutzraum gern besichtigen will. Auch Wüst hat den Bunker bisher nicht gesehen. Sie bevorzugt für einen Jugendtreff aber ohnehin den Antoniuskeller, in dem aktuell der Schachclub untergebracht ist. „Der wäre sicherlich die unkomplizierteste Variante.“ 

rea

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