Ärger über Rennlärm

Mehr Kontrollen an A 96 und Würmtalstraße gefordert

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Lärmbelästigung an der A 96 durch „Lärmtourismus“.

Sowohl tags- als auch nachtsüber fühlen sich die Bewohner an der A 96 und an der Würmtalstraße durch den Verkehrslärm belästigt. Besonders die „Raser" stellen ein enormes Problem dar. 

Gräfelfing: Entlang von Autobahnen ist es immer laut. Nicht umsonst kämpfen einige Gräfelfinger seit Jahren um einen besseren Lärmschutz an der A96. Doch gegen was die Gemeinde jetzt vorgehen soll, hat wenig mit dem allgemeinen Verkehr zu tun. 

Vielmehr beklagen Anwohner einen „Lärmtourismus“: Vor allem in Wochenendnächten würden getunte Autos und Motorräder Rennen auf der A96 fahren. Im Tunnel gäben einzelne Fahrer oder auch Gruppen „so vehement Gas, dass hierdurch ein plötzlicher und unsäglicher Lärm im Widerhall“ entsteht, heißt es in einem Antrag der BVGL-Fraktion. Sie fordert, dass sich die Gemeindeverwaltung in Zukunft „mit Nachdruck“ an das Staatliche Straßenbauamt Freising wenden soll, damit dieses mehr Kontrollen von Geschwindigkeit, Lärm und die Betriebszulassung von Auspuffanlagen veranlasst. 

Dabei ist die Autobahn nicht die einzige Problemstelle. Auch Anwohner der Würmtalstraße fühlen sich durch Raser gestört. „Als ob man direkt neben einer Autorennstrecke wohnt“, beschreibt es Marianne Niedermair. Schon tagsüber kann die Gräfelfingerin nicht immer in ihrem Garten an der Ecke Würmtalstraße/Pasinger Straße sitzen, weil der Verkehr laut ist. Doch dass dort nachts bis zu drei Mal in der Woche Wettrennen gefahren werden, sei „eine extreme Belastung“. 

Gräfelfingerin Marianne Niedermair

Wie an der Autobahn darf die Gemeinde an der Staatsstraße nicht selbst Kontrollen veranlassen. Ob sie daher verstärkt die zuständigen Behörden anfragt, wurde am Dienstagabend debattiert. Ein Ergebnis stand zu Redaktionsschluss noch aus. 

rea

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