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Ausstellung porträtiert ihre Geschichte

Europa in Gräfelfing: Ein Zehntel der Einwohner aus anderen EU-Ländern

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In Gräfelfing steckt mehr Europa, als man auf den ersten Blick denken könnte...

1322 Gräfelfinger sind Bürger eines anderen EU-Landes: Angesichts der anstehenden Europawahl, hebt eine neue Ausstellung diese Besonderheit jetzt mit Porträts einiger Einwohner hervor.

Gräfelfing – Wahlaufrufe gehören zu den Aufgaben einer Kommune. Für die Europawahl am 26. Mai hat Gräfelfing dafür einen besonders künstlerischen Weg gewählt: eine Ausstellung mit Portraits von EU-Bürgern, die in Gräfelfing leben oder arbeiten. Eröffnet wird die Schau am Donnerstag, 9. Mai, ab 18 Uhr im Gräfelfinger Rathaus von Bürgermeisterin Uta Wüst.

„Uns war wichtig, möglichst viele Unionsländer abzudecken“, sagt Organisatorin Birgit Doll. „Tatsächlich gibt es in Gräfelfing Menschen aus fast jedem Land. Auch die jüngeren EU-Staaten wie Bulgarien oder Kroatien sind vertreten.“ Die meisten kommen aus Polen (228), Österreich (191) und Kroatien (168). „Alle diese Unionsbürger prägen das Leben in Gräfelfing, bringen ihren kulturellen Charakter ein und öffnen Horizonte über Grenzen hinweg. Sie gehören ganz selbstverständlich zu Gräfelfing.

Aber es ist nicht nur die Vielfalt, die beeindruckt, sondern auch die reine Personenzahl. Insgesamt 1322 Gräfelfinger sind Bürger eines anderen EU-Landes – etwa ein Zehntel der Gesamtbevölkerung. 22 davon hat Fotograf Jürgen Sauer nun im Auftrag der Gemeinde porträtiert.

Angestoßen hat das Projekt Ende März der Gräfelfinger Reinhard Klemz. Das langjährige Mitglied der überparteilichen Europa-Union sieht es als „deutliches Signal gegen den sich ausbreitenden Europa­frust“. und „gute Gelegenheit, sich bei den ausländischen Mitbürgern zu bedanken, ohne die ein reibungsloser Arbeitsablauf in vielen Bereichen nicht möglich wäre“. 

Die Gemeinde habe die Idee trotz Kurzfristigkeit gern aufgenommen. „Denn gerade angesichts der Unruhe in Europa im Moment ist es wichtiger denn je, zur Wahl zu gehen und aktiv seine Stimme für die europäische Gemeinschaft und ihre Werte abzugeben“, so Doll. Zu sehen ist die Fotoausstellung noch bis Mitte Juni zu den Öffnungszeiten des Rathauses, Ruffiniallee 2.

Romy Ebert-Adeikis

„Gräfelfing hat viel zu bieten“

Eva Rudroff (74) aus Stockholm, Schweden.

Eva Rudroff (74) aus Stockholm, Schweden: „Ich bin 1951 mit meinem deutschen Mann und unserem ersten Kind von Stockholm nach Gräfelfing gezogen. Mein Mann wollte immer in die Region München, hier sei es am schönsten. Es ist auch sehr schön: die Nähe zu den Bergen oder den Seen. Und Gräfelfing hat mit dem Kino und dem Bürgerhaus auch kulturell viel zu bieten. Die ersten zehn Jahre habe ich trotzdem immer von einer Rückkehr nach Schweden geträumt. Aber inzwischen fühle ich mich in Gräfelfing zuhause, weil ich hier meine Freunde habe. Und meine Kinder leben inzwischen auch alle wieder – zum Teil nach langer Zeit – im Würmtal.“

„Ich habe hier schon Wurzeln“

Guido Zeman (61) aus Písek, Tschechische Republik.

Guido Zeman (61) aus Písek, Tschechische Republik: „Nach Deutschland bin ich wegen der Liebe gekommen. Seit 1984 bin ich in Gräfelfing. Auch wenn die Beziehung damals nicht hielt: Ich bin geblieben, weil es in Gräfelfing so schön ist – hier gibt es tolle Luft, die Würm fließt und alles ist entspannter als in München. In Gräfelfing arbeite ich als Schuhmacher in meinem eigenen Laden, der Schusterstube. Ich habe nie daran gedacht, nach Tschechien zurückzugehen. Und solange ich mir im Würmtal eine Wohnung leisten kann, werde ich bleiben – allein wegen meiner sozialen Kontakte. Ich habe in Gräfelfing definitiv schon Wurzeln geschlagen.“

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