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Tibets Geist im Würmtal

Buddhistisches Ritual: Warum bald 2000 Forellen mehr in der Würm schwimmen

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2013 hat der buddhistische Verein Long Yang zuletzt Bachforellen in die Würm entlassen.

Es soll Tieren die Freiheit und den Menschen mehr Lebenskraft schenken: Am Sonntag, 4. August, wird in Gauting ein buddhistischer Meister Bachforellen segnen und in die Würm geben...

Gauting – Der Name ist Programm: Am Sonntag, 4. August, wird der buddhistische Verein Long Yang aus München im Würmtal das tibetanische Ritual „Tseh Thar“ – zu Deutsch „Freiheit geben“ - zelebrieren. 

Im Gautinger Schlosspark sollen dabei etwa 2000 Bachforellen vom buddhistischen Meister Tulku Khungdor Rinpoche gesegnet und anschließend in die Würm entlassen werden. „Durch die Kraft der Zeremonie empfangen die Bachforellen den Segen und die Ermächtigung für ihr neues Leben in Freiheit. Auch auf die Besucher, insbesondere diejenigen, die zur Befreiung beitragen, hat dies einen vitalisierenden Effekt“, verspricht der Verein. 

Die Tiere, die in der Würm auch heimisch sind, liefert ein regionaler Fischzüchter aus dem Raum Starnberg. Interessierte können eine gewünschte Anzahl von Fischen erwerben und freilassen.

Zuletzt gab es 2013 eine solche Zeremonie an der Würm

Ganz neu ist die Idee nicht: Bereits zum sechsten Mal findet die Entlassung von Bachforellen statt, auch in Gauting habe man das Ritual schon früher durchgeführt, erklärt die zweite Vereinsvorsitzende Jenny Ludwig. Allerdings hatte man in den letzten Jahren eine Pause eingelegt. Das letzte Mal wurde 2013 eine solche Zeremonie abgehalten. „Wir waren selbst erstaunt, dass es doch so lange her ist“, so Ludwig.

Ginge es nach Herbert Reischl vom Fischereiverein Starnberg, muss es in Zukunft nicht wieder so lange dauern: „Man müsste so etwas regelmäßiger machen, wenn man den Fischbestand erhöhen will. Es besteht nämlich keine Garantie, wie viele Fische tatsächlich durchkommen“, findet der Gewässerwart für die Untere Würm. 

Der buddhistischen Meister Tulku Khungdor Rinpoche zelebriert das tibetanische Ritual, das Natur und Mensch vitalisieren soll.

Denn der Bestand von Bachforellen ist dem Bund Naturschutz im Kreis Starnberg zufolge nicht gerade hoch: Weil der Angelverein regelmäßig Regenbogenforellen in den Fluss einsetze, gebe es nur sehr wenige heimische Bachforellen in der Würm.

Einsetzen von Jungtieren soll überleben sichern

Dass die meisten Tiere ihre Freilassung überleben ist für die Organisatoren gesichert – nicht nur aufgrund der gesprochenen Mantras, die ihre Lebenskraft stärken sollen. „Wir setzen die Fische in einem Alter ein, das sie noch für mindestens zwei Jahre vor dem Beangeln schützt“, teilt der buddhistische Verein auf Nachfrage mit. Bachforellen dürfen nur ab einer Länge von 26 Zentimetern aus dem Wasser geholt werden, bei der Zeremonie sind die Fische zwischen sechs und 17 Zentimeter groß.

Kleinere Fische könnten sich zudem an den Ortswechsel besser anpassen. So berichte unter anderem der Pächter des Flussabschnittes „dass die eingesetzten Fische ungewöhnlich lange ortständig sind und auch noch in den Folgejahren zahlreich in der Würm um Gauting angetroffen werden können“, so der Verein. Auch Gewässerwart Reischl und Bund Naturschutz sind sich einig: „Verträglich ist das Ritual für das Ökosystem auf jeden Fall.“

Romy Ebert-Adeikis

Die buddhistische Tshe Thar-Zeremonie beginnt am Sonntag, 4. August, um 17.30 Uhr im Gautinger Schlosspark Fußberg, Am Schlosspark 15. Interessierte können dem Ritual beiwohnen – und auch Fische zur Freilassung reservieren. Möglich ist das auf der Website www.long-yang.org oder telefonisch unter 0179/2938952. Pro Fisch sind drei Euro als Spende vorgesehen.

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