Suspektes Schreiben macht die Runde

Landkreis München: Wucher oder schon Betrug? – Gemeinde Neuried warnt vor Verkaufsmasche per Fax

Gemeinde Neuried warnt vor Verkaufsmasche per Fax
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Gemeinde Neuried warnt vor Verkaufsmasche per Fax

Ein mutmaßliches Schreiben von Bürgerinformation macht im Würmtal die Runde. Die Gemeinde Neuried warnt vor Betrug. Was die Polizei dazu sagt...

  • Ein verdächtiges Schreiben macht derzeit die Runde im Würmtal.
  • Nun warnt die Gemeinde vor Betrug.
  • Das sagt die Polizei dazu...

Würmtal – Sie kommen per Fax und bieten Anzeigen an: In Neuried machen derzeit einige suspekte Schreiben der „Bürgerinformation Region Neuried“ die Runde. Die Gemeinde warnt jetzt vor Betrug. 

„Es werden bereits mit Namen und Adresse ausgefüllte Faxe versandt mit der Aufforderung, das Datenblatt zu unterschreiben und zurückzusenden. Diese bitte nicht zurücksenden! Damit wird ein Anzeigenabo abgeschlossen“, schreibt die Gemeinde auf ihrerHomepage

Sie stellt klar, dass die Schreiben nicht aus dem Rathaus kommen, sondern von einer Firma aus Spanien. Der ARP Marketing Verlag SL sei zudem im Internet für Betrugsmaschen bekannt. 

So schaut das Beispielschreiben aus, das die Gemeinde Neuried zur Warnung zeigt.

„Im Falle eines Anzeigenverkaufs durch die Gemeinde Neuried erhalten die beauftragten Verlage immer ein Legitimationsschreiben vom Bürgermeister, welches sie vorzeigen“, so die Gemeinde weiter. 

Ein Betroffener in der Sache hat sich bei der Polizei-Inspektion Planegg zwar noch nicht gemeldet. „Aber Fälle wie diese gibt es im Würmtal in der ein oder anderen Form immer wieder“, so Polizeichef Thomas Sorgalla. 

Ob es sich bei den Anzeigenabonnements in Neuried aber wirklich um Betrug handelt, könne man so einfach gar nicht sagen. So stehe auf dem Beispielschreiben, das die Gemeinde Neuried zu ihrer Warnung zeigt, wer das Schreiben verschickt, wie die Kosten und Zahlungsmodalitäten sind - „wenn auch nur klein gedruckt“, erklärt Sorgalla. 

„Fälle wie diese gibt es im Würmtal in der ein oder anderen Form immer wieder“, so Polizeichef Thomas Sorgalla. 

„Betrügerisch wird es erst dann, wenn es die genannte Firma gar nicht gibt oder sie gar kein Druckprodukt mit Anzeigen verbreitet.“ Dazu muss zunächst umfangreich ermittelt und das Schreiben von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. 

„Abzocke sind solche Schreiben auf alle Fälle, ob sie auch Betrug sind, kann man aber nur im Einzelfall klären“, so Sorgalla. Geschäftsleute oder Privatpersonen könnten sich aber jederzeit an die Polizei-Inspektion Planegg wenden, wenn sie sich bei solchen Angeboten unsicher sind.

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Romy Ebert-Adeikis

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