Gauting

Steckbrief Bürgermeisterwahl: Hans Wilhelm Knape

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Hans Wilhelm Knape

Was wollen die Kandidaten umsetzten, was ist ihnen wichtig und was wollen sie als erstes anpacken wenn sie gewählt werden. Hallo hat nachgehakt...

Name: Hans Wilhelm Knape (Bündnis 90/Die Grünen)
Alter: 59 Jahre
Wohnort/Ortsteil: Gauting-Hausen
Beruf: Unternehmer

Erfahrungen im Gemeinderat/frühere Bürgermeisterkandidaturen:

Mein Herzensprojekt für Gauting ist…
… dafür zu sorgen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen. Das heißt für mich Multi-Projekt-Management. Bei vielen Themen wie charaktervolle Ortsentwicklung, bezahlbares Wohnen, Umwelt-/Klimaschutz, Förderung des Gewerbes und Kinderbetreuung herrscht echter Leidensdruck. Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst.

Darum bewerbe ich mich für das Amt des Bürgermeisters:
Weil mir die Menschen, die hier leben, und die Natur am Herzen liegen. Ich bin überzeugt, dass die Zeit reif ist für eine Trendwende, für mehr Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit unserer Umwelt. Gemeinsam mit den Bürgern möchte ich dafür sorgen, dass Gauting heute, aber auch in Zukunft, eine Gemeinde ist, die Lebensqualität für alle bietet.

Wenn ich gewählt werde, werde ich das als Erstes anpacken:
Das Thema Gewerbegebiete! Denn Gauting braucht ein starkes Gewerbe und damit eine gute finanzielle Basis. Mein Ziel ist es, bereits bestehende Gewerbeflächen auf Gautinger Flur und innerorts konsequent zu entwickeln, statt Natur zu zerstören.

Die Region München boomt, auch im Würmtal sind Wohnungen knapp. Gleichzeitig werden größere Bauprojekte wie am alten Grundschulareal oder dem AOA-Gelände von vielen Gautingern abgelehnt. Was ist der richtige Weg für Gauting?
Es gilt, Gautings Charakter zu erhalten. Eine moderate Modernisierung ist der Schlüssel dazu. Gleichzeitig brauchen wir hier Konzepte für lebenswerte und vor allem auch bezahlbare, gut in die Umgebung integrierte Stadtquartiere. Ich denke da an Wohnungsgenossenschaften und Gemeinschaftsprojekte für eine lebendige Nachbarschaft.

In den letzten Monaten wurde viel über ein Gesamtverkehrskonzept diskutiert. Was ist Ihr Rezept für eine Entlastung Gautinger Straßen?
Gemeinsam mit den Grünen habe ich einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt, der die Angebote für Fahrradfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer so attraktiv macht, dass der eigene Pkw öfter stehengelassen werden kann. So könnte der Autoverkehr in Gauting um 20 Prozent sinken und ein wirklicher Beitrag zu mehr Lebensqualität, mehr Sicherheit, mehr Mobilität und mehr Klimaschutz entstehen.

Regionalbahn-Halt, Bürgerbahnhof: Für den Gautinger Bahnhof gibt es viele Ideen. Wie soll dieser zentrale Ort in der Gemeinde Ihrer Vorstellung nach künftig aussehen?
Mein Ziel ist es, einen modernen Mobilitätsknoten um ein vorbildlich saniertes, historisches Bahnhofsgebäude zu gestalten, das mit ideeller und finanzieller Beteiligung der Bürger entsteht. Raum für Wohnen, Einzelhandel, Verkehr oder zum Flanieren muss neu geschaffen werden. Das ist eine große Aufgabe für Entscheidungsfindung und Mittelbeschaffung, die ich gerne und engagiert angehen werde.

Gautings Finanzlage ist angespannt. Bisher setzt die Gemeinde auf neue Gewerbegebiete, die aber Naturflächen gefährden. Was wollen Sie tun, um Gautings Finanzen zu verbessern?
Dank meiner umfangreichen Erfahrung in der freien Wirtschaft weiß ich Prozesse, Projekte und Abläufe zu optimieren und Kosten einzusparen. Eine Einnahmeverbesserung sehe ich zeitnah durch die Entwicklung der neuen Gewerbeflächen „Handwerkerhof“ und „Gautinger Feld“. Daneben mache ich mich stark dafür, qualitativ hochwertiges Gewerbe auf vorhandenen und freiwerdenden Flächen anzusiedeln.

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