Planegg

Steckbrief Bürgermeisterwahl: Astrid Pfeiffer

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Astrid Pfeiffer

Was wollen die Kandidaten umsetzten, was ist ihnen wichtig und was wollen sie als erstes anpacken wenn sie gewählt werden. Hallo hat nachgehakt...

Name: Astrid Pfeiffer (Wählergruppe für Planegg und Martinsried)
Alter: 49 Jahre
Wohnort/Ortsteil: Planegg
Beruf: Diplom-Politologin, Projektmanagement-Fachfrau, Redakteurin

Erfahrungen im Gemeinderat/frühere Bürgermeisterkandidaturen: Ich bin von klein an mit der Kommunalpolitik aufgewachsen, da sie täglich Gesprächsthema bei uns zuhause war, viele Sitzungen als Beobachterin begleitet und bin in der Landesplanung aktiv

Mein Herzensprojekt für Planegg ist...
 Bezahlbares Wohnen und Grundstückskauf für Einheimische mit normalem Geldbeutel und die Gemeinde wieder möglich machen, Verkehrsprobleme in den Griff bekommen, soziale Infrastruktur entlasten und weiter ausbauen, örtlichen Zusammenhalt und Vereinsleben stärken.

Darum bewerbe ich mich für das Amt der Bürgermeisterin:

Wir müssen dringend eine gigantische Fehlentwicklung in unserer Region korrigieren, die auch Planegg massiv trifft. Das explosionsartige Wachstum hat unter anderem zu Wohnungsmangel, hohen Bodenpreisen, Verkehrsdruck und Überlastung der sozialen Infrastruktur geführt. Hier müssen wir uns auch als Gemeinde sehr aktiv zu Wort melden, am besten gemeinsam mit anderen Gemeinden.

Wenn ich gewählt werde, werde ich das als Erstes anpacken:

Das Wachstumsthema. Es ist der Schlüssel zu allen Folgeproblemen. Zugleich verfolgen wir Einheimischen-Bauprojekte und retten bei Verkehr und Natur, was möglich ist. Das multimodale Verkehrsmodell muss eingeführt, die Tauschflächen-Idee für den Kiesabbau verfolgt werden. Unsere schwächsten Mitbürger brauchen noch mehr Aufmerksamkeit als bisher.

Die Region München boomt, auch in Planegg sind Wohnungen knapp. Wie wollen Sie Menschen das Wohnen in Planegg ermöglichen?
 Die Gemeinde hat kaum noch Grundstücke. Wir bebauen nach und nach einen Teil derer, die noch da sind, um unseren Bürgern, die den dringendsten Bedarf haben, zu helfen, und dürfen auch vor neuen Lösungen wie der Überbauung von Parkplätzen nicht zurückschrecken. Aber vor allem müssen wir uns bei Land und Bund dafür einsetzen, dass sie das Wachstum besser steuern.

Lange wurde um die Westumfahrung für Martinsried gestritten, noch immer sind nicht alle Fragen geklärt. Wie kann aus Ihrer Sicht eine Verkehrsberuhigung in dem Ortsteil gelingen?
Alles, was die Entstehung einer Schnellverbindung zwischen A96 und A95 fördert, ist abzulehnen. Bevor Straßenbaumaßnahmen durchgeführt werden, sollten wir das vom Gemeinderat beschlossene multimodale Verkehrsmodell abwarten und die Nachbargemeinden einbeziehen. Alle Beteiligten müssen gemeinsam an einen Tisch, um ein gemeinsames Vorgehen festzuzurren.

Immer wieder gibt es Ärger mit Vandalismus und laut feiernden Jugendlichen im Ort. Wie würden Sie dem Problem als Bürgermeisterin begegnen?
 Da sollten wir auf die Profis hören, im Bereich der Sicherheit und in der Jugendarbeit und -hilfe. Ein Baustein ist das Sicherheitskonzept. Ich bin zwar für konsequentes Durchgreifen und Nutzen der rechtlichen Spielräume. Man sollte sich aber da vor einfachen Antworten und Stigmatisierung hüten, sondern schauen, wie wir die Ursachen beheben können.

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