Am frühen Morgen

Protest gegen Kiesabbau: Polizei München muss erneut Baumhäuser räumen

Einsatzkräfte der Höhenintervention der Polizei räumen eine Plattform im Forst Kasten nahe München in ca. 8m Höhe zwischen Bäumen
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Einsatzkräfte der Höhenintervention der Polizei räumen eine Plattform im Forst Kasten nahe München in ca. 8m Höhe zwischen Bäumen

Im Forst Kasten räumte die Polizei München am frühen Morgen erneut zwei Baumhäuser im Forst Kasten. Aktivisten starteten eine erneute Aktion, nachdem sie schon vor einigen Tagen aus den Bäumen geholt wurden.

Update, 21. 06. 2021, 12.30 Uhr

Versammlungsteilnehmer abgeseilt und angezeigt

Insgesamt 10 Versammlungsteilnehmer wurden inzwischen abgeseilt und wegen Verstößen des Versammlungsgesetz angezeigt. Den Aktivisten war es nicht erlaubt, bauliche Vorrichtungen an den Bäumen anzubringen. Ein Teilnehmer wurde zudem wegen Beamtenbeleidigung angezeigt. Selbiger wurde ins Krankenhaus gebracht, weil er durch den Klettergurt Verletzungen davon getragen hat. Aktiven Widerstand gegen die Polizei gab es bislang jedoch nicht.

Update, 21.06.2021, 9.45 Uhr

Zwei neue Baumhäuser im Forst Kasten: Polizei holt Aktivisten von den Bäumen

Am Wochenende haben Aktivisten erneut zwei Baumhäuser in den Bäumen des Forst Kasten errichtet. Teilweise übernachteten sie auch auf Hängematten in luftiger Höhe.

Am Montag gegen 5.30 Uhr begann die Polizei mit der Räumung der besetzten Bäume. Gegen 8 Uhr sei man gerade dabei gewesen, das zweite Baumhaus zu räumen. Laut Polizei wird dies aber noch einige Zeit dauern. Die Aktivisten hätten sich in großer Höhe verschanzt und weigerten sich selbst herunter zu klettern. Die Aktivisten müssten nun einzeln von der Polizei abgeseilt werden. Insgesamt 40 Polizisten sind dabei an der Aktion beteiligt.

Schon seit Wochen setzen sich die Aktivisten dafür ein, den Forst Kasten zu erhalten. Der Stadtrat hatte 2017 entschieden, die dortige Fläche für den Kiesabbau freizugeben. Die letzte Räumung fand am 10. Juni statt.

Protest Camp im Forst Kasten bereits am 10. Juni aufgelöst

Die Polizei München räumte am frühen Donnerstagmorgen ein Protest-Camp im Forst Kasten. Seit zwei Tagen demonstrieren dort Umweltschützer gegen die Rodung des Waldes zugunsten des Kiesabbaus. Dabei hatten sie auch ein Baumhaus errichtet und diese auch bestiegen.

Wie die Polizei mitteilt, wurden zwei Baumbesetzter von einer solchen Plattform geborgen Zusammen mit vier weiteren Aktivisten, die sich am Boden aufgehalten hatten, wurden sie an einen anderen Versammlungsort in der Nähe gebracht. Diesen hatte das Landratsamt München bestimmt. Der Behörde zufolge ist er etwa 100 Meter entfernt und besser zugänglich.

Auch wurden mehrere Auflage erteilt, so dürfen die Versammlungsteilnehmer keinen Baumhäuser mehr errichten oder sonst auf Bäume klettern.

Aktivisten im Baumhaus - Polizei München räumt Protestcamp im Forst Kasten 

Die Räumungs-Aktion verlief laut Polizei „absolut friedlich“. Die Aktivisten hätten nur passiven Widerstand geleistet. Die beiden Baumbesetzer mussten abgeseilt werden. Die Plattformen wurden danach abgebaut. Insgesamt waren 50 Beamte im Einsatz.

Umweltaktivisten nehmen im Forst Kasten nahe München, nach der Räumung einer Plattform zwischen Bäumen, eine Grußbotschaft mit dem Handy auf.

Seit etwa drei Wochen protestieren Aktivisten mehrerer Gruppen gegen die geplante Rodung. Die Demonstranten gehen davon aus, dass auf einem 9,5 Hektar großen Areal rund 9000 Bäume für die Erweiterung eines Kieswerks gefällt werden sollen. Das Landratsamt München konnte diese Zahlen am Donnerstagmorgen zunächst nicht bestätigen.

dpa/Polizeipräsidium München/jh

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