Südlicher Maxhofweg: Gemeinderat fordert kompletten Neuanfang

Baugebiet-Dämpfer: Warum dieser Stadtplaner nachsitzen muss

Die Planungen von Stadtplaner Philipp Falke wurden im Bauausschuss vorerst abgelehnt.
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Die Planungen von Stadtplaner Philipp Falke wurden im Bauausschuss vorerst abgelehnt.

Neuried – Eigentlich war in der zweiten Jahreshälfte der Baustart für den „Südlichen Maxhofweg“ geplant – Doch jetzt ist das Projekt vorerst vom Tisch – Hallo erklärt die Hintergründe

Damit hatten Stadtplaner Philipp Falke und Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) nicht gerechnet: Mit fünf zu fünf Stimmen hat der Bauausschuss der Gemeinde die Planungen für das neue Baugebiet „Südlicher Maxhofweg“ abgelehnt. Bisher hatte Zipfel gehofft, Ende des Jahres mit dem Bau beginnen zu können (Hallo berichtete).

Jetzt müssen die Pläne nochmal umgearbeitet werden. Der Grund: Die Parteivertreter von CSU, Bündnis Zukunft Neuried und W-BIN sind mit der Massivität und Platzierung der geplanten elf Punkthäuser nicht einverstanden. Damit schlossen sie sich den Bedenken zahlreicher Anwohner an.

Die Zahl der Wohneinheiten ist während der Planungsphase stets gestiegen. „Erst von 90 Wohneinheiten zu sprechen und dann von 150 – das hat alles durcheinander gebracht“, ärgert sich Gemeinderat Bernd Quintenz (W-BIN) über das Vorgehen von Bürgermeister und Stadtplaner. Bereits diskutierte Verbesserungen – wie eine Verlegung der Tiefgaragen­einfahrten zum Maxhofweg – seien in die aktuellen Pläne nicht eingearbeitet worden. „Zurecht ist die Enttäuschung bei den Bürgern groß“, so Quintenz. „Am besten wäre, man würde komplett neu planen.“

Der „Südliche Maxhofweg“ wird wohl noch länger freies Feld bleiben.

Die CSU argumentierte hingegen dafür, ein Haus aufzugeben und dessen Wohneinheiten auf die anderen Gebäude zu verteilen. Für Stadtplaner Philipp Falke keine leichte Aufgabe. „Es handelt sich um ein sehr enges Baugebiet. Eigentlich haben wir schon alle Spielräume ausgeschöpft“, sagt Falke gegenüber Hallo. Er will eine Aufstockung aber prüfen.

Die Bürger, die schon seit Monaten das Projekt bemängeln und einen Anwalt eingeschaltet haben, begrüßen den Dämpfer (Hallo berichtete). „Aber wenn die anderen Häuser dafür aufgestockt werden, geht das wieder in die falsche Richtung“, so Claus-Peter Vogell von der Interessensgemeinschaft Grundstraße. Sie will lieber Wohneinheiten reduzieren, um Verkehrsinfarkte und Verschattungen abzuwenden.

Romy Ebert-Adeikis

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