Gefahr für Hunde

Zwei Hunde an A96 überfahren: Kommt jetzt endlich der lang geforderte Schutzzaun? 

Ende Dezember kam der Labradormischling „Kora“ unter einer Brücke an der A96 ums Leben, weil ein Schutzzaun bisher fehlt.
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Ende Dezember kam der Labradormischling „Kora“ unter einer Brücke an der A96 ums Leben, weil ein Schutzzaun bisher fehlt.
  • Romy Ebert-Adeikis
    VonRomy Ebert-Adeikis
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Entlang des Paul-Diehl-Parks befindet sich zur Autobahn kein Schutzzaun - Für Hundebesitzer unverständlich. Jetzt kam es zu zwei weiteren unglücklichen Fällen.

Lochham - „Eigentlich hatte sie immer Respekt vor lauten Geräuschen, vor Verkehr, vor allem vor der Autobahn“, sagt die Lochhamerin Teresa Brunner über ihre Hündin „Kora“. Und doch ist der Labradormischling an einem frühen Morgen Ende Dezember auf die A96 gelaufen – und wurde unter der Brücke „Am Wasserbogen“ überfahren. „Zwölf Jahre sind wir mit ihr die Runde gegangen, ohne Leine. Es war nie ein Problem“, erinnert sich Brunner. „Vielleicht war da ein Fuchs oder ein Dachs, aber sie hat eigentlich nicht gejagt. Wir wissen einfach nicht, was los war.“

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Paul-Diehl-Park: Hundebesitzer fordern Schutzzaun entlang der Autobahn

Was passiert ist, wird die 37-Jährige nicht mehr ändern können. Vielleicht kann ihr Verlust aber etwas bewegen. Denn: „Kora“ wäre vielleicht nicht gestorben, wenn es entlang des Paul-Diehl-Parks einen Zaun zur Autobahn gegeben hätte. Das fordern Hundehalter aus der Region schon lange. Jetzt gewinnt das Anliegen wieder an Fahrt, zumal kurz nach „Kora“ ein zweiter Hund auf der A96 – bei Germering – tödlich erfasst wurde. So hat eine vor zwei Jahren gestartete Petition seit Anfang 2022 viele neue Unterschriften bekommen – über 30 allein aus Gräfelfing.

Schutzzaun am Paul-Diehl-Park: Bundesgesellschaft „Autobahn Südbayern“ sieht keine Not

Für die Bundesgesellschaft „Autobahn Südbayern“ stehen die Zeichen dennoch nicht auf Veränderung: „Wir planen weiterhin keinen Schutzzaun“, teilt eine Sprecherin mit. An der A96 bei Gräfelfing gebe es weder eine Häufung von Wildwechseln noch von Hunden auf der Straße. „Wir können hier nur auf die Leinenpflicht verweisen“

Hundebesitzerin Brunner hofft, in persönlichen Gesprächen mit den Zuständigen etwas bewegen zu können. „Überall gibt es Schutzzäune, nur nicht bei Gräfelfing“, ärgert sich die 37-Jährige. Dabei gehe es nicht nur um die Hunde. „Wenn Tiere auf die Fahrbahn laufen, ist auch die Unfallgefahr für Autofahrer riesig.“

Kein Schutzzaun entlang der A96: laut Tierschutzrettung München nicht angemessen

In der Sache mehr Druck aufbauen will auch Evelyne Menges. Die Münchner Stadträtin (CSU) und Präsidentin der Tierrettung München hatte 2020 die Prüfung eines Zauns beim städtischen Baureferat angeregt. Für die kritische Stelle ist jedoch allein die „Autobahn Südbayern“ zuständig. „Wenn die nicht tätig wird, kann man mit einer Petition an den Deutschen Bundestag ans Verkehrsministerium herantreten“, so Menges.

„Die Argumentation der Autobahn Südbayern ist vielleicht rechtlich korrekt, aber nicht angemessen.“ Schließlich diene sie als Bundesgesellschaft der Bevölkerung. „Und es geht um vielleicht 50 Meter Zaun, das sind doch keine Kosten.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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