„Sozio-künstlerische Nutzung“

So will Planegg kreativ und kulturell aufstocken

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Dank 17 kreativen Ausstellern – hier ein Teil davon mit Planeggs Wirtschaftsförderin Bärbel Zeller (2. von rechts) – ist der Pop-Up-Store in der Bahnhofstraße vielseitig aufgestellt.

Planegg – Nachdem die Kreativshop auf Zeit in der Gemeinde so positiv aufgenommen wurden entsteht in Bahnhofstraße jetzt außerdem ein offenes Kunstatelier

Wo einst die Kinderbuchhandlung Phantasia junge Leseratten anzog, wird es jetzt kreativ. Seit gestern ist in den Räumen in der Planegger Bahnhofstraße 42 ein Pop-Up-Store geöffnet, den 17 lokale Kleinunternehmer einen Monat lang mit ihren handgemachten Produkten bestücken: von Vintagemöbeln über Gemälde, Blumengestecke, Babykleidung bis hin zu selbst angerührten Hautcremes. Aber das ist noch nicht alles.

„Die Gemeinde Planegg möchte die Räumlichkeiten im Anschluss als offene Ateliers anbieten“, sagt Wirtschaftsförderin Bärbel Zeller. „Es soll ein lebendiger Raum entstehen, bei dem die Bürger verschiedenen Künstlern beim Arbeiten zusehen und sich mit ihnen austauschen können.“

Für diese „sozio-künstlerische Nutzung“ hat die Gemeinde die Räume vom Eigentümer Stefan Pfleiderer zu einem symbolischen Preis angemietet. Der Mietvertrag läuft laut Zeller bis Ende März 2020. Dann sollen die 200 Quadratmeter auf zwei Etagen komplett umgebaut werden.

Bei den örtlichen Künstlern kommen die Ideen der Gemeinde gut an: „Viele können sich nicht zeigen, weil sie sich das Anmieten eines Ateliers oder einer Werkstatt im Würmtal schlichtweg nicht leisten können“, sagt Sabine Haugg, die beim Pop-Up-Store mehrere Keramikfiguren ausstellt. „Das offene Atelier wäre für mich ideal.“

Neben Haugg beteiligen sich fünf weitere Planegger an dem Pop-Up-Store. Vier Teilnehmer sind aus Gräfelfing, zwei aus Krailling, jeweils einer aus Neuried, Stockdorf, München und dem Fünfseenland. „Wir hätten den Laden mit noch mal so vielen Kreativen füllen können“, so Wirtschaftsförderin Zeller. Insgesamt 30 Bewerbungen seien eingegangen, bewusst habe man sich daher auf lokale Vertreter beschränkt.

Der Pop-Up-Store ist noch bis Samstag, 13. April, wöchentlich von Donnerstag bis Samstag (10 bis 18 Uhr) geöffnet. Dann werden die Aussteller auch persönlich vor Ort sein.

Romy Ebert-Adeikis

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