Bus-Frust in Neuried – Unterschriftenaktion gescheitert

Trotz Protest: Bus 269 rollt weiter

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Parkende Fahrzeuge und die aktuelle Wetterlage machen dem Bus 269 das Durchkommen schwer.

Neuried – Anwohner der Zugspitzstraße haben kürzlich 94 Unterschriften gegen den „sinnlosen Halt“ der Buslinie 269 gesammelt – Doch trotz Protest soll die Linie beibehalten werden

Die Abstimmung hätte knapper nicht ausfallen könen: Mit neun zu neun Stimmen hat der Gemeinderat Neuried beschlossen, die Buslinie 269 auch an der umstrittenen Haltestelle „Zugspitzstraße“ weiter fahren zu lassen. Anwohner hatten sich zuvor darüber beschwert, dass die Straßen in dem Viertel für einen solchen Bus zu eng seien, Parkplätze verdrängt würden sowie Abgase und Lärm sie belästigten. Sie sammelten 94 Unterschriften und reichten einen Antrag für eine alternative Busführung – etwa über den Alpspitzring – ein (Hallo berichte).

„Unser Antrag und unsere Argumente wurden konkret gar nicht behandelt“, ärgert sich Anwohnersprecherin Monika Katzsch, die wie etwa ein Dutzend Bürger der Sitzung beiwohnte. Zudem habe man „außergewöhnlich viel Pech“ mit der Abstimmung gehabt. So hatte von CSU und Bündnis Zukunft Neuried – die geschlossen für die Einstellung der Haltestelle stimmten – jeweils ein Vertreter gefehlt. Damit wurde ein Patt erst möglich.

Ob die im Dezember eingeführte Verlängerung der Buslinie 269 dauerhaft Bestand hat, ist aber ungewiss. Zunächst gilt die Entscheidung für den Probebetrieb von einem halben Jahr. In der Zeit sollen vom Münchner Verkehrsverbund genaue Fahrgastzahlen für die Haltestelle erhoben werden. Eine gemeindliche Befragung aller Anwohner, die sich Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) gewünscht hatte, lehnte das Gremium deutlich ab.

Der Widerstand gegen die Haltestelle und die damit verbundenen Umkehrschleife des Busses geht jedenfalls weiter, so Katzsch. „Wir werden weiter kämpfen, wenn nötig mit weiteren Unterschriftensammlungen.“

Romy Ebert-Adeikis

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