„Ich bin wahnsinnig wütend. So geht es nicht weiter“

Wegen Streitigkeiten vor der Neuwahl: Droht der FBK jetzt die Spaltung?

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Im Mai wird bestimmt, wer als neues Gemeindeoberhaupt ins Kraillinger Rathaus einzieht.

Krailling – Erst kürzlich hatte die Freie Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) Beschwerde gegen den Bürgermeister-Wahltermin eingelegt – ohne Erfolg – Jetzt steht die Partei vor einer Zerreißprobe

Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von CSU-Bürgermeisterin Christine Borst (Hallo berichtete) steht jetzt ein Termin für die Neuwahl: Am Sonntag, 12. Mai, werden die Kraillinger an die Urnen gerufen. Das bestätigte das Landratsamt Starnberg.

Damit ist auch eine Forderung der Freien Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) auf Verschiebung des Termins passé. Diese hatte mithilfe eines Rechtsanwalts beim Landrats­amt Beschwerde eingelegt. Der Vorwurf: Die Frist zur Einreichung von Bürgermeisterkandidaten bis zum 20. März sei zu kurz, zumal der Gemeinderat den Wahltermin nicht-öffentlich besprochen habe.

Die Rechtsaufsicht des Landratsamts sieht das anders. Die Rechtsvorschriften zur Wahl seien „allesamt eingehalten“ worden, heißt es im Antwortschreiben, das Hallo vorliegt. Auf weitere Schritte wolle die FBK verzichten, teilt der erste Vorsitzende Wilhelm Mahler mit. Einen Bürgermeisterkandidaten könne man wegen der kurzen Frist nicht mehr stellen. Voraussichtlich zur Bürgermeisterwahl antreten werden daher nur Kandidaten von CSU, Grünen und FDP.

Folgen könnte die Beschwerde dennoch haben: für die Bürgergemeinschaft selbst. „Ich bin wahnsinnig wütend. So geht es nicht weiter“, erklärt FBK-Gemeinderätin Dietlind Freyer-Zacherl. Sie habe, wie ihr Kollege Rudolf Heidrich, im Gemeinderat für den Termin am 12. Mai gestimmt, um die Interims-Bürgermeisterin so schnell wie möglich zu entlasten. 

Dass Mitglieder der FBK immer öfter mit einem Rechtsanwalt gegen die Gemeinde vorgehen, sieht sie als schädlich an. „Ich hätte eine geeignete Kandidatin für die Wahl gehabt. Sie hat aber wegen genau solcher Streitigkeiten einen Rückzieher gemacht.“ 

Laut Mahler habe man hingegen niemanden Passenden gefunden. Einen Austritt aus der Bürgergemeinschaft streben Freyer-Zacherl und ihr Gemeinderatskollege allerdings derzeit nicht an: „Den Gefallen tun wir den anderen nicht.“

Romy Ebert-Adeikis

Lesen Sie auch: Kritik an der „Paulhanplatz-Alibi-Lösung“: Krailling bessert den Entwurf nach

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