Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?
Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

Ideen-Potpourri

Neues Zentrum: Das wünschen sich die Gautinger

+
Andreas Romero warb mit einer Skizze für den Erhalt des historischen Gautings.

Gauting – Ein modernerer und besserer S-Bahn-Ausgang und ein neuer Festplatz: Für die Umgestaltung des Areals in der Ortsmitte äußerten die Gautinger viele Wünsche – Hallo stellt die Kernpunkte vor

Seit über zehn Jahren will der Gautinger Gemeinderat die Ortsmitte rund um den maroden Bahnhof neu gestalten. Zig Pläne wurden seitdem beschlossen und wieder verworfen. Jetzt hat die Gemeinde einen Wettbewerb mit sechs Planungsbüros ausgelobt, die ein Rahmenkonzept für das Areal von der Unterführung an der Ammerseestraße bis zum Postgebäude am Bahnhofplatz überlegen sollen.

Vorher durften die Gautinger den Planern ihre Wünsche für die neue Mitte mit auf den Weg geben. Bei der Veranstaltung im Kulturzentrum Bosco traten über 20 Bürger ans Mikrofon. Hallo stellt einige Anregungen vor.

Florian Eckinger plädierte im Namen der Jungen Union dafür, die geplanten Parkplätze auch als Festplatz zu nutzen. „So etwas haben Gilching, Krailling oder Planegg auch.“ Um Ärger zu vermeiden, könne die Zahl der Veranstaltungen aber begrenzt werde. Stadtplanerin Claudia Schreiber, die den Planerwettbewerb betreut, erklärte, dass eine solche Doppelnutzung durchaus möglich sei.

Den Busbahnhof um fünf Meter nach Süden verschieben, will Hans-Georg Martin. So soll vor allem der Radweg durchgängig weitergeführt werden. „Sonst züchten wir uns neue Probleme.“ Bürgermeisterin Brigitte Kössinger (CSU) widersprach dem.

Burkhard Riedel warb für eine Versöhnung von Moderne und Tradition. Seine Idee: Den alten Bahnhof als identitätsstiftendes Gebäude sanieren und mit einem zweistöckigen Anbau mit dem Kino verbinden. Dann sei der Bahnhof „umrahmt von anspruchsvoller, moderner Architektur“.

Einen historisierenden Neubau des Bahnhofs brachte Andreas Albath in die Diskussion ein. „Der Wettbewerb liefert aber keine Entwürfe für konkrete Gebäude“, erklärte Claudia Schreiber.

Gemeinderat Richard Eck (UBG) ärgert, dass man von der S-Bahn kommend im Hinterhof des Bahnhofs landet. Er möchte einen Ausgang direkt auf den neuen Bahnhofsplatz.

„Alle müssen die letzten Meter zum Bahnhof zu Fuß gehen“, erklärte Susanne Kneisel. „Deswegen sollten wir dort das Tempo so weit wie möglich heruntersetzen.“ Ähnlich sahen das Peter Kleinknecht und Matthias Ilg, die eine verkehrsberuhigte Zone vor dem Bahnhof forderten. „An so einem zentralen Platz geht es nicht ganz ohne Autos“, betonte Bürgermeisterin Kössinger.

Viele Redner appellierten, teilweise flammend, für den Erhalt des alten Bahnhofs. In dem Rahmen kam erneut die Idee eines Bürgerbahnhofs (Hallo berichtete) zur Sprache. Eine solche Variante könnten die Planer ebenfalls angehen, so Schreiber.

Romy Ebert-Adeikis

So geht es jetzt weiter

Ab jetzt arbeiten sechs Planungsbüros an einem Konzept für Gautings Mitte. Im September wird es eine Präsentation der Entwürfe geben: zunächst vor einem Fachkolloquium, das seinen Favoriten auswählt. Danach sollen die Pläne den Bürgern im Kulturhaus Bosco vorgestellt werden, die sich äußern können. Am Ende entscheidet der Gemeinderat, welcher Entwurf weiterverfolgt wird und schreibt konkrete Bauvorhaben aus.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?
Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

Kommentare