Verein strukturiert um

„Betreutes Wohnen“ im Würmtal stellt neues Vereinskonzept vor

Seit November leitet Britta Acquistapace den Verein „Betreutes Wohnen zu Hause“, der in Krailling sitzt.
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Seit November leitet Britta Acquistapace den Verein „Betreutes Wohnen zu Hause“, der in Krailling sitzt.
  • Romy Ebert-Adeikis
    vonRomy Ebert-Adeikis
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Um Defizite aus dem Weg zu schaffen, will der Verein „Betreutes Wohnen zu Hause“ jetzt umstrukturieren. Wie das neue Vereinskonzept ausschaut.

Krailling - Einige Kritik hat der Verein „Betreutes Wohnen zu Hause“, der von mehreren Würmtal-Gemeinden mitfinanziert wird, in den vergangenen Jahren einstecken müssen.

Weil die Defizite hoch waren, hatte etwa die Gemeinde Planegg ein neues Konzept gefordert. Dies hat Leiterin Britta Acquistapace nun vorgelegt und im Kraillinger Gemeinderat vorgestellt.

„Wir wollen uns professionalisieren“, sagt die Leiterin gegenüber Hallo. Aktuell hat der Verein 52 Kunden, die Besuchs- und Fahrdienste oder Haushaltshilfen nutzen können.

Das erledigen im Kern die rund 20 Ehrenamtlichen des Vereins. Künftig soll zudem eine Alltagsbegleitung, also die tägliche Hilfe bei Kochen, Arztbesuchen oder Einkaufen, angeboten und für Kunden mit Pflegegrad auch abrechbar gemacht werden.

Mehr Schulungen und mehr öffentliche Präsenz

Einen entsprechenden Antrag beim Landesamt für Pflege will der Verein zeitnah stellen. „Vorher mussten wir dafür noch Mitarbeiter schulen“, so Acquistapace.

Schulungen soll es in Zukunft grundsätzlich verstärkt geben. Auch der Einsatz von geringfügig Beschäftigten sei ein Thema. „Ein weiteres Ziel ist, die öffentliche Präsenz zu steigern“, sagt die Leiterin. Eine Option sei eine bessere Beschilderung am Vereinssitz in der Kraillinger Margaretenstraße. Zudem könnte die Website überarbeitet werden. „Wir müssen besser erklären, was wir tun.“

Auch, wenn es wieder Kosten mit sich bringt. „Ich glaube, dass wir mit unserer Personalstruktur und Konzeption nie finanziell selbstständig sein werden“, so Acquistapace.

Beim Verein stehe gerade die enge, individuelle Zusammenarbeit mit den Kunden im Vordergrund. Das koste. „Die Grundsatzfrage ist: Wollen sich die Gemeinden ein Angebot wie unseres leisten?“

rea

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