Vorerst kein „Hambacher Forst“

Nach „Ja“ der Stadt München zu Kiesabbau im Forst Kasten: Aktivisten räumen Camp, wollen aber wiederkommen

Mit Pavillons, Plakaten und Proviant hatten sich Umweltaktivisten mehrere Tage im Forst Kasten verschanzt.
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Mit Pavillons, Plakaten und Proviant hatten sich Umweltaktivisten mehrere Tage im Forst Kasten verschanzt.
  • Romy Ebert-Adeikis
    VonRomy Ebert-Adeikis
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Die Stadt München hat sich für den Kiesabbau im Forst Kasten entschieden. Die Klimaschützer verlassen jetzt ihr Protest-Camp, wollen aber mit „voller Kraft“ wiederkommen.

  • Stadt München stimmt für Kiesabbau im Forst Kasten.
  • Klimaschützer verlassen das Protest-Camp im Wald.
  • Sie wollen aber mit „voller Kraft und Erfahrung aus dem Hambacher Forst“ wiederkommen.

So viel Verkehr wie in den vergangenen Tagen erlebt der Forst Kasten selten: Jugendliche trugen palettenweise Proviant in den Wald, mit Fahrrädern und Autos wurden volle Suppentöpfe geliefert und Polizeibusse bahnten sich ihren Weg durchs Grün.

Nachts leuchtete die Polizei das Camp aus, um illegale Bauaktivitäten zu unterbinden.

Der Grund: Als Protest gegen einen Kiesabbau – über den der Sozialausschuss der Stadt am Donnerstag endgültig entscheiden musste (Hallo berichtete) – hatten etwa 20 Umweltschützer den Wald besetzt. Darunter Mitglieder von Fridays for Future oder „Wald-Neuried-Erhalten“.

Genehmigt war das nur bis zur Entscheidung. Aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen stimmten die meisten Stadträte – außer von ÖDP und Linke – für den Abbau.

München stimmt für Kiesabbau im Forst Kasten - Klimaschützer räumen Camp

Das Camp wurde daraufhin verlassen. „Es ist traurig“, so Tarek Luft von Fridays for Future Gauting. Laut Polizei handelten die Versammelten „kooperativ“.

Tarek Luft von Fridays for Future Gauting.

Andere Aktivisten kamen nach der Entscheidung erst angereist – etwa vom „Klimacamp Augsburg“, das die Aktion organisiert hatte. „Eine Nacht bleiben wir auf jeden Fall noch“, so Mitinitiator Ingo Blechschmidt.

Eine dauerhafte Besetzung sei aber eher sinnvoll, wenn die Rodung direkt ansteht. „Dann werden wir mit voller Kraft und Erfahrung aus dem Hambacher Forst wiederkommen“, sagt Blechschmidt.

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