Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude laufen bereits

Gräfelfinger Rathaus: Pläne für Anbau werden konkretisiert

So könnte ein Anbau auf der Westseite des Gräfelfinger Rathauses  einmal aussehen.
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So könnte ein Anbau auf der Westseite des Gräfelfinger Rathauses einmal aussehen.
  • Romy Ebert-Adeikis
    vonRomy Ebert-Adeikis
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Eine Erweiterung des Gräfelfinger Rathauses rückt in greifbare Nähe, in Kürze soll die Planung ausgeschrieben werden. Gleichzeitig wird der Altbau saniert...

Gräfelfing - Die Planungen für einen Anbau an der Gräfelfinger Rathaus werden konkretisiert: In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung der Gemeinde stimmten alle Gremiumsmitglieder dafür, dass die dafür nötigen Planungsarbeiten jetzt ausgeschrieben werden.

Vorgesehen ist, das Verwaltungsgebäude nach Originalplänen aus den 60er-Jahren zu erweitern. Diese sehen einen eingeschossigen Anbau auf der Westseite des Rathauses vor (Hallo berichtete).

In der jüngsten Sitzung ging es vor allem darum, wie ein Kellergeschoss gestaltet werden könnte. „Wir können im Untergeschoss vier Räume mit Aufenthaltsqualität, Toiletten und Umkleideräume für Gemeindemitarbeiter, die mit dem Fahrrad kommen, einrichten“, erklärte Architekt Rupprecht Biedermann bei der Vorstellung seiner Machbarkeitsstudie.

Weil durch den Anbau Parkplätze verlorengehen, sollte Biedermann auch untersuchen, ob das Kellergeschoss für eine Erweiterung der Rathaus-Garage genutzt werden könnte. „Das wären dann aber nur sieben Stellplätze und es wäre schwierig, rein und raus zu rangieren“, so der Architekt. Stattdessen sollen zusätzliche Stellplätze auf Straßen und Flächen rund um das Gebäude geschaffen werden.

Aktuelle Kostenschätzung: drei Millionen brutto

Von den Gemeinderatsmitgliedern bekam der Entwurf viel Lob. Deutlich kritischer sahen ihn die Bauberater der Gemeinde, Bertold Ziersch und Kathrin Fritsche, die auch einen Gegenentwurf präsentierten.

Deren Ideen seien laut Architekt Biedermann wegen des Denkmalschutzes, unter dem das Rathaus seit 2019 steht, aber nicht realisierbar. „Wir machen genau das, was 1968 schon angedacht wurde – nur mit moderneren Mitteln.“ Eine aktuelle Kostenschätzung geht von circa drei Millionen Euro brutto aus.

Diskussionsbedarf gab es auch, weil der geplante Innenhof zwischen Alt- und Neubau kleiner werden wird als bisher geplant. Damit die Räume im Untergeschoss ausreichend Licht bekommen, seien Abgrabungen nötig, erläuterte der Architekt.

Die Grünen plädierten hingegen dafür, auf der anderen Seite des Anbaus abzugraben. „Das können wir später noch klären“, sagte Bürgermeister Peter Köstler (CSU).

Begonnen haben unterdessen die Sanierungsarbeiten am Gräfelfinger Rathaus. Dabei werden unter anderem neue Fensterscheiben eingesetzt.

rea

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