Brennpunkt Pasinger Straße/Kleinhaderner Weg – Das plant die Gemeinde

Gräfelfing drängt auf Entschärfung: Diese Kreuzung soll sicherer werden

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Studieren beim Ortstermin die Pläne der gefährlichen Kreuzung: (von links) Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst, Herbert Haffner vom Landratsamt und Roland Strecker vom Gemeinde-Bauamt.

Gräfelfing – Könnte der Dauergefahr and der Kreuzung Pasinger Straße und Kleinhaderner Weg endlich ein Ende gesetzt werden? Die Gemeinde hat diesbezüglich einige Pläne

Seit Jahren ringen die Behörden und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) um mehr Sicherheit an der Kreuzung Pasinger Straße und Kleinhaderner Weg in Gräfelfing. Bei einem Ortstermin bestätigte sich nun: Ein Umbau ist schwierig. Dennoch soll er zumindest versucht werden.

Seit dem Neubau der Autobahnbrücke ist die Heitmeiersiedlung von einem breiten Radweg erschlossen. Um diesen zu erreichen, müssen die Radfahrer aber die neuralgische Kreuzung überqueren. Das ist laut dem ADFC-Landkreisbeauftragten Hartmut Schüler aber gefährlich, weil es kaum geeignete Stellen zum Queren gibt.

Streifen für Rechtsabbieger könnte wegfallen

Eines der Hauptprobleme seien die motorisierten Rechtsabbieger vom Kleinhaderner Weg, die auf einer eigenen Spur ohne Ampel in die Pasinger Straße einfahren dürfen. „Wenn man den Streifen für die Rechtsabbieger entfernt, würde das schon eine Entschärfung bringen“, so Schüler. Dazu müsse die derzeit vorhandene Insel, die die Fahrbahnen teilt, abgebaut werden. Die Radfahrer könnten dann auf eine Aufstellfläche an der Kreuzung geführt werden. Für die Rechtsabbieger würde die derzeit für die anderen Fahrtrichtungen vorhandene Ampel gelten.

Stephan Gruber vom Staatlichen Bauamt Freising, das für die Pasinger Straße als Staatsstraße zuständig ist, hat jedoch Zweifel, dass der Plan ohne Weiteres umsetzbar ist. „Es fehlt der Grund und Boden, um die Schleppkurven für abbiegende Lkw ausreichend groß zu gestalten“, sagt er. Maria Riedlaicher von der Abteilung Verkehrsrecht im Landratsamt sagte, dass der Wegfall der Spur auch davon abhängt, ob die Kreuzung dann den Verkehr noch abwickeln kann.

Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst (IGG) erklärte, dass man die Planung für einen Abbau der Insel und eine Ampellösung für alle Spuren weitertreiben wolle. „Bei den kritischen Punkten müssen wir eben schauen, welche Variante machbar ist“, sagte sie. Auch über einen möglichen Grunderwerb müsse man gegebenenfalls diskutieren. In welchem Zeitrahmen die Kreuzungssituation verbessert werden kann, ist aber noch unklar.

Ein weiterer Problempunkt soll im Frühjahr gelöst werden: Derzeit müssen die Radfahrer auf einem längeren Abschnitt vor der Autobahnbrücke absteigen, weil dort der Weg zu eng ist. Dieser soll laut Roland Strecker vom Tiefbauamt der Gemeinde aber auf drei Meter verbreitert werden, sobald eine dortige Baustelle abgewickelt ist.

Andreas Daschner

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