Neubau mit 14 Wohnungen am Bahnhofplatz angedacht

Das Zentrum verdichten – aber stilvoll

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Direkt am Kreisel soll die Bahnhofstraße ein neues Gebäude bekommen. Die Treppe zur Professor-Kurt-Huber-Straße müsste dafür dann gerade verlaufen.

Gräfelfing – Neuer Wohnraum in bester Lage und ein neuer Look für das Zentrum: Der Architekt Klaus Molenaar will mit seiner Vision zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Der Neubau soll den Bahnhofplatz abrunden.

Dieses Projekt soll gleich mehrere Probleme lösen: Die Gemeinde Gräfelfing will das Grundstück an der Bahnhofstraße 105, Ecke Professor-Kurt-Huber-Straße, neu bebauen lassen. Damit könnte dringend benötigter Wohnraum in bester Lage geschaffen werden. Gleichzeitig würde der Bahnhofplatz eine „bessere Fassung“ erhalten, wie Architekt Klaus Molenaar bei der Vorstellung seiner ersten städtebaulichen Planung im Bauausschuss erklärte.

Erst kürzlich, im November letzten Jahres, hatte Klaus Molenaar seine „Vision“ für die neue Lochhamer Mitte – den Jahnplatz – vorgestellt (Hallo berichtete).

Sobald der Bau abgeschlossen ist, könnte der Bahnhofsplatz so aussehen.

Molenaar zufolge sei an der Stelle ein dreigeschossiges Gebäude mit Dach möglich. Während im Erdgeschoss Läden sowie eine Garage – die man in den Hang hinein bauen müsste – untergebracht werden könnten, würden weiter oben 14 Wohnungen einen Platz finden. „Der First des Neubaus wird dabei nicht höher sein als das Bestandsgebäude, das weiter hinten auf dem Grundstück liegt“, versprach Molenaar. Das Haus, das unter Ensembleschutz steht, könnte ihm zufolge zudem saniert werden. Auf der anderen Seite der Professor-Kurt-Huber-Straße sei kein Neubau geplant.

Für die beratenden Architekten des Gremiums, Bertold Ziersch und Reinhard Moosmang, ein Grund für Kritik. „Solange dort kein Bau entsteht, muss man aufpassen, dass das neue Gebäude nicht belanglos endet“, sagte Moosmang. Stattdessen schlug er einen hervorgehobenen Kopfbau oder das Bauen um die Straßenecke herum vor. „Natürlich kann man noch Varianten erarbeiten“, versprach Molenaar, der erst am Anfang seiner Planung steht. Einen groben Preis konnte er für das Projekt dennoch nennen: Die Sanierung des Bestandsgebäudes werde die Gemeinde circa 700 000 Euro kosten, der Neubau etwa sieben Millionen Euro.

Romy Ebert-Adeikis

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