„Tinder“ fürs Ehrenamt: Junge Gründer entwickeln Kontakt-App für Vereine und Helfer

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Gelebte Inklusion: 9. Würmtaler Staffellauf fördert gemischte Teams

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Dreht der Wind?

Wird hier künftig auf der „Würmwelle“ gesurft?

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Viel Zuwachs haben die Surf-Fans um Andreas Saurle (Mitte) bekommen. Inzwischen engagieren sich etwa 15 Erwachsene sowie viele Kinder und Jugendliche aus Gräfelfing.

Gräfelfing – Bereits im Oktober hatte der Umweltausschuss die Idee einer Surfwelle für die Würm abgelehnt – Doch eine Aktivistengruppe hat jetzt ein neues Konzept, ein Logo und eine Website präsentiert

Aufgegeben hat Andreas Saurle seine Hoffnung – eine Surfwelle auf der Würm am Gräfelfinger Anger durchzusetzen (Hallo berichtete) – nie. Im Gegenteil: Nachdem das Projekt im Oktober im Umweltausschuss der Gemeinde mit vier zu drei Stimmen abgelehnt wurde, ging es für ihn erst richtig los. „Es gab viele Befürworter, aber wir waren nicht vernetzt. Das hat sich jetzt geändert“, so Saurle.

Circa 15 Erwachsene und viele Jugendliche engagieren sich inzwischen für die „Würmwelle“. Seit einigen Tagen gibt es ein offizielles Logo – eine Abwandlung des Gräfelfinger Wappens – und einen eigenen Internetauftritt (https://bit.ly/2TX0Am3). Über den Winter haben die Surfer zudem Lösungen für die Punkte erarbeitet, welche die Gemeinderäte zuletzt skeptisch betrachtet hatten: Wer soll die Welle betreiben? Wer haftet bei Unfällen? Und was halten die Anwohner davon?

So könnte die Würmwelle einmal aussehen.

Konkrete Antworten darauf wollen die Wellen-Aktivisten noch nicht geben – obwohl das verbesserte Konzept bereits am Donnerstag, 21. März, im Umweltausschuss vorgestellt werden soll. „Es laufen noch letzte Abstimmungen“, erklärt Saurle. Grundsätzlich geplant ist eine Surfwelle für Einsteiger, Kinder und Jugendliche – kein zweiter Eisbach, wie die Initiatoren betonen. Am „Alten Wehr“ entsteht wegen einer Strömungsbegrenzung aus Beton bereits jetzt bei entsprechend hohem Wasserpegel eine kleine Welle. Aufblasbare Luftkissen am Ufer sollen Surfer künftig schützen und die Welle zeitlich steuern. Erste Kostenschätzung: 118 000 Euro.

Ein Vorbild für die Gräfelfinger ist die „Almwelle“ in Salzburg, erklärt Initiator Saurle. „Unser Wellen-Ingenieur Robert Meier-Staude und Bürgermeisterin Uta Wüst haben sich die Welle direkt vor Ort bereits angesehen.“ Während Wüst (IGG) schon länger eine Befürworterin des Projekts ist, würden die Aktivisten jetzt auch bei anderen Parteivertretern mehr Zustimmung erfahren. Genauso wie beim TSV Gräfefing, den die Bürgermeisterin bereits im Herbst als potenziellen Wellenbetreiber ins Spiel gebracht hatte. „Es gibt positive Signale“, sagt Saurle.

TSV-Vizepräsident Florian Brenner kann das auf Anfrage nicht bestätigen. „Das neue Konzept kenne ich noch nicht.“ Es sei vereinbart worden, erst bei fortgeschrittener Planung mit Surfern und Gemeinde zum Gespräch zusammenzukommen. Das sei bislang nicht geschehen.

Manche Gräfelfinger sehen das Projekt aber grundsätzlich kritisch. Zwei lokale Wellen-Experten, die anonym bleiben wollen, werfen den Aktivisten vor, eine nicht umsetzbare Vision anzu­preisen. „Selbst bei Hochwasser wird man keine passende Wellenhöhe erreichen. Da kann man höchstens mit Gummibrettern fahren.“ Das mache das Surfen zudem gefährlich. Auch die Kostenschätzung sei unrealistisch, so die Kritiker.

Romy Ebert-Adeikis

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