Gefährliche Scherben

Partymüll an Spielplätzen und im Sportpark Neuried – besorgte Hundebesitzerin fordert mehr Abfalleimer

Nach jedem Spaziergang ein Beutel voller Scherben: Weil sich ihre Hündin „Bublé“ schon zwei Mal verletzt hat, sammelt Darina Wiener jetzt beim Gassigehen immer Müll und Splitter ein.
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Nach jedem Spaziergang ein Beutel voller Scherben: Weil sich ihre Hündin „Bublé“ schon zwei Mal verletzt hat, sammelt Darina Wiener jetzt beim Gassigehen immer Müll und Splitter ein.

Gassigehen im Neurieder Sportpark kann gefährlich werden. Scherben und anderer Müll liegen auf Wiesen und Wegen. Bürgermeister und Polizei sind informiert.

Beim Gassigehen mit ihrer „Bublé“ kommt Darina Wiener manchmal gar nicht mehr vorwärts. Jeden halben Meter kniet sich die 43-Jährige hin und sucht den Boden ab. Der Grund: Vor allem rund um den Neurieder Sportplatz findet sie fast immer Flaschenscherben, Kronkorken und anderen Müll am Boden.

Für ihre Hündin eine gefährliche Sache. „Schon zwei Mal ist ‚Bublé‘ in eine Scherbe getreten und musste behandelt werden – zuletzt in diesem Sommer.“ Seitdem sind Wieners Augen beim Spazierengehen noch mehr auf Weg und Wiese gerichtet. Jetzt, da die Tage dunkler werden, traut sie sich mit Hund gar nicht mehr in den Sportpark.

Sportpark in Neuried: Gefährliche Scherben sind Problem für Mensch und Tier

Bereits mehrfach habe sie Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) auf das Problem angesprochen. Ohne Erfolg. „Dabei wird es immer schlimmer“, so Wiener. „Ich wohne gerne in Neuried, aber es ist schade, dass die Gemeinde ihre Grünflächen so verkommen lässt.“ Denn auch an Neurieds Spielplätzen gab es zuletzt Ärger mit Partymüll, wie Diskussionen in den sozialen Medien zeigen.

„Natürlich“ sei ihm das Problem bekannt, teilt Bürgermeister Zipfel auf Anfrage von Hallo mit. Die Spielplätze würden vom Bauhof mindestens einmal pro Woche kontrolliert. „Meist werden die Scherben dann entfernt.“ Am Sportpark, wo Flaschen oft auch bewusst rumgeworfen oder kleingetreten würden, setzt der Bürgermeister auf Wachsamkeit: „Wir nehmen gern Hinweise entgegen, wenn man Personen dabei beobachten würde.“

Bürgermeister versucht gegen Partymüll vorzugehen - Polizei informiert

Das ist aber schwierig, weiß Wiener. „Ich habe schon Jugendliche angesprochen, aber die sagen, dass sie damit nichts zu tun haben.“ Auch die Polizei kann nur begrenzt eingreifen. „Natürlich fahren wir am Sportpark regelmäßig vorbei“, sagt Planeggs Polizeichef Thomas Sorgalla.

Personen, die Flaschen zertrümmern, seien dort aber noch nicht direkt angetroffen worden. „Und weil niemand in unmittelbarer Nähe wohnt, rufen uns auch keine Anwohner an.“ Aber nachdem am Sportgelände vor wenigen Tagen auch Schaukästen eingeschlagen worden seien, werde die Polizei in nächster Zeit öfter vorbeifahren , so Sorgalla.

Darina Wiener setzt hingegen auf das Aufstellen von Mülleimern. „Bei den Sitzbänken am Sportpark gibt es zum Beispiel gar keine.“ Das hat dem Bürgermeister zufolge so sogar seinen Sinn: „Mit diesen Mülleimern gab es ein Problem des Vandalismus.“ Einige seien etwa abgefackelt worden. „Daher hat man sie abgebaut.“

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