Ausgebremstes Tempolimit

Bürgerversammlung in Unterbrunn: Kein Tempo 30 aber „effektive Entschärfung“

Der Kreuzungsbereich Gautinger Landstraße zur Fronloherstraße wurde mit Fahrbahnmarkierungen und Schwelle entschärft.  Der Bürgerinitiative ist das noch längst nicht genug.
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Der Kreuzungsbereich Gautinger Landstraße zur Fronloherstraße wurde mit Fahrbahnmarkierungen und Schwelle entschärft. Der Bürgerinitiative ist das noch längst nicht genug.

In Unterbrunn sind einige Bürger weiterhin unzufrieden mit der Verkehrssituation im Ort. Fahrbahnmarkierungen sollten die Lage in der Gautinger Landstraße entschärfen. Das wurde auf der letzten Bürgerversammlung besprochen...

Unterbrunn – Die ersten Schritte zur Verbesserung der Unterbrunner Verkehrssituation sind gemacht, aber Andreas Heb, Mitglied der Bürgerinitiative „Unterbrunn SICHER lebenswert“ bleibt sehr skeptisch. Auf der nun abgehaltenen Bürgerversammlung sagte er: „Da muss noch mehr passieren. Wir bleiben dran.“

Denn auch wenn auf Anregung der Initiative jetzt neue Fahrbahnmarkierungen und eine Erhebung die Raser in der Gautinger Landstraße zum Angerberg und Fronlohstraße eindämmen soll, wünscht er sich mehr Sicherheit und Verkehrsberuhigung für Anwohner, Fußgänger und vor allem Kinder.

„Es liegt nicht alles in den Händen der Gemeinde“, entschuldigt Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger auf der Bürgerversammlung, warum ein Fußweg unmöglich ist. „Es gab Gespräche, aber weder wollen Anlieger für die Straßenerschließung zahlen, noch Grundstücke für Fußwege abgeben.“

Andreas Heb (li), Mitglied der Bürgerinitiative „Unterbrunn SICHER lebenswert“ bleibt sehr skeptisch.

Neue bauliche Erschließungen, die Verkehr und Gewerbeeinnahmen bringen, müssen im Gesamtkonzept berücksichtigt werden sagt die Bürgermeisterin: das Areal für den neuen Handwerkerhof wird 2021 erschlossen, der ECO Park im Unterbrunner Holz und die Bebauung des Gautinger Feldes nahe der Asklepios schreitet voran.

Bürger Axel Höppner macht sich Sorgen: „Der Verkehr vom neuen Gewerbegebiet: Wie hoch wird der sein?“ Frau Dr. Kössinger: „Es gibt ein Gesamtkonzept.“ Auch der Straßenzustandsbericht der eben noch erstellt wird und erst im November vorliegt, spiele eine Rolle.

Immerhin diese gute Nachrichten in Punkto Verkehrsberuhigung konnte sie den Bürgern auf der Versammlung mitteilen: „Die Bucherndorfer- und die Römerstraße sowie der Gautinger Weg in Neuried wurden zu Tempo-30-Zonen erklärt, drei Würmstege saniert und die Fahrradschutzstraße vom Bahnhof Gauting wird an der Kreuzung Ammerseestraße weitergeführt.“

Der Kreuzungsbereich Gautinger Landstraße zur Fronloherstraße wurde mit Fahrbahnmarkierungen und Schwelle entschärft. Der Bürgerinitiative ist das noch längst nicht genug.

Wenn, so Bürger Helmut Neumeier, in Stockdorf und Planegg große Zufahrtsstraßen verkehrsberuhigt sind, „warum geht dann nicht auch in Unterbrunn Tempo 30? Passieren hier etwa zu wenig Unfälle?“

Die Bürgermeisterin verweist auf den Staat: „Die Gautinger Landstraße ist hier in Unterbrunn eine Staatsstraße. Tempo 30 fällt deshalb aus. Aber das Straßenbauamt vermisst die Straße eben neu, um eine Insel zu bauen, die den Verkehr entschleunigen soll. Dann ist die Situation effektiv entschärft.“

Andreas Heb ist am Ende der Bürgerversammlung nicht zufrieden: „Ich möchte erst das Gesamtkonzept sehen.“

Sperrstunde und öffentliche Maskenpflicht - Die Corona-Regeln der Bund-Länder-Konferenz

Marie-Julie Hlawica

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