Diese Projekte will der Landkreis München 2019 angehen

Mehr Platz und Geld für Bildung sowie der erste MVV-Elektrobus

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In der Stadt München fahren schon E-Busse. Ende 2019 soll der erste im Landkreis starten.

Landkreis – Nicht nur in der Stadt selbst, auch in den anliegenden Ballungsräumen ist für das neue Jahr 2019 so einiges geplant – Hallo hat die Großprojekte im Landkreis zusammengetragen

Mit etwa 355 000 Einwohnern ist der Landkreis München der bevölkerungsreichste in ganz Bayern. Entsprechend lang ist auch die Liste seiner Aufgaben. Zudem haben seine Gremien für 2018 bis 2020 mehrere Schwerpunktthemen gesetzt, an denen sie bereichsübergreifend, verstärkt arbeiten wollen: „Fachkräftesicherung“, „Lebensraumnahe Hilfen für Hilfsbedürftige“ und „Würdig leben im Alter“. Hallo hat zusammengetragen, was sich 2019 konkret in den Landkreiskommunen ändern soll.

Schulausbau wegen steigender Schülerzahlen

Insgesamt eine halbe Milliarde Euro will der Landkreis München in den kommenden Jahren in den Ausbau seiner Bildungslandschaft stecken, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden.

Im Februar 2019 berät der Bauausschuss im Landkreis über eine Erweiterung des Kurt-Huber-Gymnasiums Gräfelfing. Für etwa 7,3 Millionen Euro soll der bisherige Nordtrakt der Lochhamer Volksschule für das Gymnasium umgebaut werden (Hallo berichtete).

Am Schulcampus Unterföhring wird bereits seit September gearbeitet. Das Großprojekt für 149 Millionen Euro mit Gymnasium, Grundschule, Hort, Mittagsbetreuung und Turnhalle soll bis Herbst 2020 stehen.

Bessere Finanzierung von Schulbaumaßnahmen

Ab 2019 trägt der Landkreis nicht nur 70 Prozent der förderfähigen Kosten für Neu-, Erweiterungs- und Ersatzbauten von Schulen. Er beteiligt sich auch an den Gesamtkosten der Maßnahmen, sofern in der betroffenen Einrichtung mehr als zehn Prozent der Schüler nicht im Landkreis leben. Das ist bei zwölf von 19 bestehenden Schulen der Fall. Im Gegenzug will das Landrats­amt mit der Stadt München und Nachbarlandkreisen über einen freiwilligen, einmaligen Investitionskostenzuschuss verhandeln. „Dies könne dann auch umgekehrt so gehandhabt werden“, sagt Landrat Christoph Göbel.

Mehrere Würmtal-Straßen auf der Agenda

Seit September 2017 ist in Planegg eine

Ampel an der Kreuzung Kettelerstraße/Kreisstraße M21

beschlossen. Bis jetzt hatte das Projekt auf Eis gelegen – für 2019 kündigt das Landratsamt die Umrüstung jetzt an. „Wegen der umfangreichen Tiefbauarbeiten belaufen sich die anfallenden Kosten auf circa 350 000 Euro“, teilt die Behörde dazu mit. Deutlich günstiger wird eine ähnliche Umrüstung in Grünwald. Für 100 000 Euro soll dort an der Kreisstraße M11/Josef-Sammer-Straße eine Vollsignalanlage entstehen.

Zwischen Neuried und Gauting rückt der lang gewünschte Radweg in greifbare Nähe. „Die ausgearbeitete Entwurfsplanung liegt nunmehr vor“, so das Landratsamt. Allerdings müssten noch Besitzverhältnisse entlang der Trasse geregelt werden.

Weiter geplant wird hingegen an der Ortsumfahrung für Gräfelfing. Baulich ertüchtigt werden soll die Kreisstraße M3 aufgrund zunehmender Verkehrsbelastung durch die A 99-Anschlussstelle Aschheim/Ismaning.

Bei der Mobilität wird auf Elektrofahrzeuge gesetzt

Ende 2019 soll in Unterföhring die erste rein elektrisch betriebene Linie im MVV-Regionalbusverkehr ihre Fahrt aufnehmen. Die Installation der Ladeinfrastruktur und Lieferung der Busse für die Linie 232 ist bis zum Spätsommer geplant. Danach soll es bis Dezember einen Probebetrieb geben. „Weitere Linien sollen schnellstmöglich folgen. Dafür hat sich der Kreistag in seiner Dezembersitzung einstimmig ausgesprochen und wichtige Weichen gestellt“, sagt Landrat Göbel. Eine mögliche Linie ist die 261, die zwischen Neuried und Fürstenried fährt.

Zudem soll 2019 der Aufbau einer einheitlichen Ladeinfrastruktur für E-Autos im gesamten Landkreis erfolgen. Bis Ende Juni 2019 sollen insgesamt 21 Landkreiskommunen mit MVG-Mietradstationen ausgerüstet sein.

Auch das Thema Seilbahnen werde weiter verfolgt. Der Nahverkehrsplan von 2013 soll im neue Jahr aktualisiert und fortgeschrieben werden. Für 2019 ist geplant, die gefahrenen Buskilometer im Kreis um rund 800 000 auf 14,3 Millionen auszuweiten.

Klimaschutzwoche und Infobus auf Tour

Auch 2019 will der Landkreis seine „Klima- und Energieoffensive 29++“ weiterverfolgen. So soll ein Klimabus – ein Projekt mit dem Kreisjugendring – 2019 auf Tour gehen und Kinder und Jugendliche im Landkreis spielerisch an das Thema Klimaschutz heranführen.

Als Höhepunkt des Jahres kündigt das Landratsamt die Klimawoche vom 22. bis zum 26. Juli an. Ein Programm mit Fachvorträgen und Unterhaltungsangeboten – wie E-Mobilitäts-Teststationen oder einem Radlkino – soll den Bürgern das Thema näherbringen. 

Romy Ebert-Adeikis

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