Insgesamt: Mehr Betrugsanrufe

Das ist die Jahresbilanz der Polizei im Würmtal

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„Die Sicherheitslage im Würmtal ist weiterhin sehr gut“, versichern Thomas Sorgalla (Foto) und sein Stellvertreter Jürgen Bigott trotz einer leicht gestiegenen Anzahl von Delikten gegenüber 2017.

Würmtal – Trotz der idyllischen Kulisse, macht die Kriminalität auch im Würmtal nicht Halt: Vor allem Planegg war 2018 im Fokus – Neuried und Gräfelfing kämpfen eher mit Diebstahl

Beunruhigend sei die Sicherheitslage im Würmtal keineswegs – darin sind sich Thomas Sorgalla, Chef der Polizeiinspektion Planegg, und sein Stellvertreter Jürgen Bigott einig. „Aber die Tendenz geht dahin, dass wir 2018 ein paar Delikte mehr haben werden als im Jahr zuvor“, so Sorgalla. 2017 waren insgesamt 1260 Straftaten in der PI 46 zur Anzeige gebracht worden. „Heuer gab es eine minimale Steigerung“, konkretisiert Bigott.

Genaue Zahlen zu den Straftaten dürfen die Polizeibeamten erst nach Vorstellung des Sicherheitsberichts durch das Innenministerium bekannt geben. Einige Tendenzen können sie für ihre Gemeinden aber bereits aufzeigen. So falle die Zahl der Betrugsdelikte höher aus als in 2017 – vor allem, weil es im Februar eine Serie von Anrufen falscher Polizeibeamter gegeben hat. Circa 70 Anzeigen sind dazu bei den Würmtaler Beamten eingegangen. „Rund 50 davon kamen aus Planegg“, so Bigott.

Klassische Drückerkolonnen, die Menschen an der Haustür Abonnements oder Mitgliedschaften aufschwatzen, seien hingegen seltener geworden. „Eher haben wir es mit missglückten Werbeaktionen von Vereinen zu tun“, erklärt der stellvertretende Inspektionsleiter. Auch 2018 habe es einen solchen Fall gegeben, den die Polizei laut Bigott aber schnell aufklären konnte.

Würmtal für Einbrecher aktuell kein Schwerpunkt

Leicht gestiegen sei die Zahl der Unfallfluchten, die bei rund 300 liege. „Die meisten sind die klassischen Parkrempler vor allem in den Bahnhofstraßen“, erklärt Sorgalla. Speziell in Neuried seien gehäuft Reifendiebstähle aus Tiefgaragen aufgetreten, in Gräfelfing habe die Zahl leichter Diebstähle zugenommen. „Da war vom Blumenstrauß bis zu 160 Kilogramm Steinen alles dabei“, so PI-Chef Sorgalla.

In Sachen Einbrüche sei das Würmtal aktuell kein Schwerpunkt. Trotzdem appellieren die Polizisten an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein. „Wir sind personell gar nicht in der Lage, rund um die Uhr überall auf Streife zu gehen und daher auf Ihre Mitarbeit angewiesen“, so Bigott. Sein Vorgesetzter will das lieber positiv sehen. „Zum Glück brauchen wir im Würmtal noch nicht überall Totalüberwachung.“

Von 2018 in Erinnerung bleiben wird den Beamten vor allem der Brand im Kinderhaus Martinsried im März. Aber auch die Festnahme eines Exhibitonisten, der im Mai in Krailling und Stockdorf sein Unwesen trieb und sich vor Grundschülerinnen entblößte. „Zwei Wochen lang haben wir massiv Aufklärung betrieben und ihn dann bei einer von drei Schwerpunktaktionen fassen können“, freut sich Einsatzleiter Bigott.

Weitere Festnahmen gab es etwa wegen Vandalismus am Freizeitgelände des Planegger Gymnasiums (Hallo berichtete). An anderen Treffpunkten der Jugend – am Gräfelfinger Anger oder dem Bergerweiher – sei es 2018 hingegen erstaunlich ruhig geblieben, so die Polizeibeamten.

Romy Ebert-Adeikis

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