Neuer Ort für Wasserkraft

Gräfelfing: Wasserkraftwerk muss verschoben werden – Kosten steigen auf fast zwei Millionen Euro

Das Wasserkraftwerk in der Kraemermühle arbeitet in seiner aktuellen Form nicht wirtschaflich. Das soll mit einem Umbau besser werden.
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Das Wasserkraftwerk in der Kraemermühle arbeitet in seiner aktuellen Form nicht wirtschaflich. Das soll mit einem Umbau besser werden.

Wegen Fischereivorgaben muss das Wasserkraftwerk in Gräfelfing um ein Stück verschoben werden. Nun steigen die Kosten auf fast zwei Millionen Euro. Das sind die Einzelheiten...

  • Das Gräfelfinger Wasserkraftwerk braucht einen neuen Ort.
  • Wegen der Fischereivorgaben muss dasKraftwerk verschoben werden.
  • Die Kosten für das Vorhaben erhöhen sich enorm.

Gräfelfing – Das Gräfelfinger Wasserkraftwerk steht an einer denkbar schwierigen Stelle in der Würm. Wirtschaftlich gearbeitet hat es seit dem Umbau der Kraemermühle in den 90er Jahren nie. 

Der Wasserdurchlauf ist gering, eine ökologische Aufwertung der Würm wasserrechtlich erforderlich. Ideen zur Verbesserung diskutiert die Gemeinde seit vier Jahren. Jetzt ist das Vorhaben nochmal komplizierter – und teurer – geworden. 

Der Grund: Um die fischschutzrechtlichen Vorgaben umsetzen zu können, muss das ganze Kraftwerk verschoben werden. „Für die notwendige Fischaufstiegsanlage ist nicht mehr die Barbe, sondern der deutlich größere Huchen maßgeblich“, erklärte Ingenieur Stefan Wöllisch dem Gräfelfinger Umweltausschuss. 

Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Gemeinde Gräfelfing.

Dadurch vergrößert sich die Fischtreppe, die neben dem geplantenSchachtkraftwerk errichtet werden muss. „Dafür muss das ganze Werk 20 Meter weiter ins Oberwasser geschoben werden“, so Wöllisch.

Kosten von circa 1,9 Millionen Euro 

„Das heißt wir können die Kraemermühle nicht einfach nur umbauen, sondern es muss alles neu gemacht werden.“ Inzwischen geht der Ingenieur von Kosten von circa1,9 Millionen Euro brutto aus. 

Diese würde die Gemeinde durch die Stromgewinnung frühestens nach 19 Jahren wieder reingeholt haben. „Das ist gerade noch vertretbar“, so der Experte. „Der Standort muss aber überplant werden, sie können nicht nichts tun.“ 

So müsste das Werk rückgebaut und ein Fischaufstieg errichtet werden. Kosten: Mindestens 350 000 Euro. „Wir können und sollten es uns leisten, das Kraftwerk weiter zu betreiben“, warb Bürgermeister Peter Köstler (CSU) für die Neuerrichtung. 

Am Ende entschied das Gremium einstimmig, diesen Weg mitzugehen. Die Verwaltung wird nun beauftragt einenwasserrechtlichen Bescheid einzuholen und Ausschreibungen für die weitere Planung vorzubereiten. 

Lesen Sie auch: Bürgergenossenschaft wird nicht realisiert

rea

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