Lebenshilfe stellt Konzept für Bahnhofstraße 105 vor

Zweite inklusive Wohngemeinschaft für Gräfelfing?

Die Villa am Grundstück an der Bahnhofstraße 105 in Gräfelfing ist sanierungsbedürftig.
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An der Bahnhofstraße 105 in Gräfelfing soll saniert und neu gebaut werden.
  • Romy Ebert-Adeikis
    vonRomy Ebert-Adeikis
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In der Irminfriedstraße in Gräfelfing gibt es seit 2014 eine inklusive WG. Jetzt könnte sich die Lebenshilfe München Ähnliches in der Bahnhofstraße vorstellen.

Gräfelfing - Im April will die Gemeinde Gräfelfing erste Bohrarbeiten an der Bahnhofstraße 105 durchführen lassen. Schon seit Jahren wird überlegt, wie das gemeindeeigene Grundstück mitten im Ortszentrum weiterentwickelt werden kann. Aktuell sehen die Pläne vor, die derzeit leerstehende Villa auf dem Hügel zu sanieren und um einen Anbau am Fuße des Hangs zu ergänzen. In Letzterem könnte ein Laden und 14 Wohnungen entstehen.

Gräfelfing: Lebenshilfe München stellt Konzept für Inklusions-WG vor

Für die bereits bestehende Villa deutet sich eine soziale Nutzung an. Im Ausschuss für soziale Angelegenheiten stellte der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, am Dienstagabend ein Konzept für eine inklusive Wohngemeinschaft vor.

Peter Puhlmann ist Geschäftsführer der Lebenshilfe München.

Es wäre die zweite Einrichtung dieser Art in Gräfelfing: Bereits seit 2014 betreibt der Verein „Gemeinsam leben lernen“ an der Irminfriedstraße eine solche WG.

Inklusions-WG für fünf Menschen mit Handicap und vier weitere Mitbewohner

Bei der Lebenshilfe stehen vor allem Menschen mit geistiger Behinderung im Fokus, so Puhlmann. In der Gräfelfinger Villa könnten fünf Personen mit Handicap mit vier nicht eingeschränkten Mitbewohnern leben.

„Diese würden sich die Präsenzzeiten aufteilen, so dass eine 24-Stunden-Betreuung gewährleistet wäre.“ Dabei müssen die Mitbewohner keine Fachkräfte sein. „Unser Konzept zielt eher auf Begleiter als auf Betreuer ab. Wir denken dabei an Studenten, die im Gegenzug kostenlos in der WG wohnen dürfen.“

Unterstützt würden diese von einem fest angestellten Sozialpädagogen und – bei Bedarf – einem ambulanten Pflegedienst. In Sendling und Pasing-Obermenzing betreibt die Lebenshilfe mit diesem Modell bereits zwei Wohngemeinschaften.

Ob die Lebensgemeinschaft das Grundstück tatsächlich nutzen darf, wurde am Dienstag noch nicht entschieden.

rea

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