Bahnhofsstraße Planegg: Entsteht hier eine neue Begegnungsstätte fürs Würmtal?

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Mit Schriftzeichen: Gräfelfing kämpft gegen Rad-Rowdys

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Hilfe für Grabbesitzer

Gräfelfinger Friedhof: Buchsbaum am Ende

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Auch am Friedhof Planegg sind viele Gräber mit Buchsbäumen vom Zünsler kahlgefressen.

Eine Raupe frisst Gärten und Gräber kahl: Beseitigt Gräfelfing die befallenen Buchse am Friedhof bald gratis?

Gräfelfing Die Raupe Nimmersatt existiert – zum Ärger vieler Grab- und Gartenbesitzer im Würmtal: Seit ein paar Jahren wütet im Münchner Umland der Buchsbaumzünsler, ein aus Asien nach Europa eingeschleppter Nachtfalter. Seine Larven zerfressen jeden Buchsbaum in ihrer Nähe – besonders gern auf Friedhöfen.

„Wir haben so einen schönen Waldfriedhof, da muss man etwas tun“

„So schlimm wie dieses Jahr war es noch nie, jetzt geht alles kaputt“, sagt Elisabeth Meier, Inhaberin der gleichnamigen Friedhofsgärtnerei, die im ganzen Würmtal tätig ist. „Inzwischen gibt es keine Ausnahmen mehr: Planegg, Krailling, Pentenried – überall ist der Zünsler.“

Das gilt auch für den Gräfelfinger Friedhof, wie die Gemeinderäte Günter Roll und Florian Ernstberger (beide BVGL) festgestellt haben. „Wir haben so einen schönen Waldfriedhof, da muss man etwas tun“, sagt Ernstberger, der einen Antrag an die Gemeinde gestellt hat.

Gemeinderat Florian Ernstberger kämpft mit seinem Kollegen gegen den Buchsbaumzünsler.

Er will nicht nur, dass diese die befallenen Buchsbäume auf dem allgemein zugänglichen Gelände schnellstens entfernt. Sondern auch, dass sie die Entfernung auf Privatgräbern auf Wunsch übernimmt – kostenfrei. „Gerade für ältere Leute ist es wahnsinnig schwer, betroffene Buchsbäume rauszureißen. Da müssen wie die Leute unterstützen“, fordert Ernstberger.

Denn viel mehr, als den Buchs entfernen, ist oft nicht möglich (siehe Kasten). „Ist der Zünsler einmal da, frisst er den Buchsbaum in wenigen Wochen auf“, so Friedhofsgärtnerin Meier. Für sie und ihr Team bedeutet das jede Menge Mehrarbeit. „Es ist natürlich sehr schade, dass so eine Traditionspflanze der Friedhofspflege wegbricht.“ Stattdessen empfiehlt sie Eibe oder Lavendelheide.

Das kann man tun

„Alles, was den Buchs stärkt, ist gut“, sagt Martin Hänsel von der Geschäftsleitung des Bund Naturschutz München. Spezielle Bekämpfungsmittel seien hingegen kritisch. „Am wirksamsten hat sich Bacillus Thuringiensis erwiesen, ein in Wasser aufgelöstes Pulver, das auf den Buchs gespritzt wird.“ Allerdings schädigt es alle blattfressenden Insekten und sogar Hornissen, die Zünslerraupen an ihre Brut verfüttern. Auch das Aufsammeln der Larven helfe oft nur kurzfristig. „Wir raten eher dazu, den Buchs zu ersetzen.“ Wichtig: Befallene Pflanzen gehören nicht ins Grüngut, sondern luftdicht verpackt in den Restmüll. So wird eine Verbreitung vermieden. rea

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