IGG handelt

Gräfelfing: Günstiger Wohnraum mit Hilfe der Bürger

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Im Gelände von Doemens sieht die IGG eine Möglichkeit, in Gräfelfing bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Die Interessensgemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) will bei einer Podiumsdiskussion zum bezahlbaren Wohnen in Gräfelfing die Anwohner miteinbeziehen.

Gräfelfing – Dass im Würmtal Wohnraum Mangelware ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Besonders betroffen: diejenigen, deren Geldbeutel nicht allzu groß ist.

Podiumsdiskussion zum Thema bezahlbarer Wohnraum

Die Interessensgemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) will dem nun etwas entgegensetzen: Sie hat eine Podiumsdiskussion zum Thema bezahlbarer Wohnraum organisiert.

Nicolaus von Welck ist Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG).

„Wir brauchen in Gräfelfing Wohnungen für die Menschen, die hier Tätigkeiten nachgehen, die uns wichtig sind, etwa in den Kindergärten oder Altenheimen“, erklärt IGG-Vorsitzender Nicolaus von Welck.

Derzeit gebe es rund 550 günstige Wohnungen der örtlichen Wohnbaugenossenschaft und der Gemeindebau Gräfelfing, einer Tochter der Gemeinde. Viele wurden zwischen 1949 und den 60er-Jahren gebaut. „Wenn man den Standort Gräfelfing langfristig weiterentwickeln will, muss man viel mehr solcher Wohnungen anbieten“, glaubt von Welck.

Die Gräfelfinger sollen miteinbezogen werden

Allerdings wolle die IGG der Gemeinde und den Bürgern keine fertigen Konzepte aufdrücken, sondern die Gräfelfinger miteinbeziehen. So stellen bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 29. Mai, drei Experten verschiedene Modelle von Genossenschaftsbau und bürgerschaftlichem Engagement vor. Im Anschluss werden diese für Gräfelfing diskutiert. „Vielleicht haben die Bürger auch ganz andere Ideen“, so von Welck.

Als potenzielle Flächen kommen dem IGG-Vorsitzenden vor allem das Doemens-Gelände, das die Gemeinde nach dem Umzug der Brauakademie ohnehin teilweise selbst bebauen möchte, und die Flächen entlang der Würmtal-Straße in den Sinn. „Wir wollen keine neuen Flächen ausweisen oder vorhandene Flächen zu Geschossbau umwidmen“, betont von Welck. Die beiden Areale kommen aber auch aus zeitlicher Sicht für ihn gut infrage: Schließlich dauere es in der Regel einige Jahre, um bürgergenossenschaftliche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. rea

Veranstaltungshinweis

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 29. Mai, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus am Bahnhofplatz 1 statt.

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