Martinsried/Pasing

Geplante Bus-Route sorgt für Ärger in Martinsried

Viel zu schmal für einen Bus ist die Käthe-Kollwitz-Straße nach Ansicht von (von links) Jörg Schmitt, Friedrich Müller und Andreas Schalhorn.
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Viel zu schmal für einen Bus ist die Käthe-Kollwitz-Straße nach Ansicht von (von links) Jörg Schmitt, Friedrich Müller und Andreas Schalhorn.

Martinsried/Pasing: Anwohner in Martinsried befürchten große Belastung durch die künftige Linie nach Pasing

Gegen die Routenführung der geplanten Buslinie 259 von Martinsried nach Pasing regt sich Widerstand. Die Anwohner im Bereich der Lena-Christ-Straße im Planegger Ortsteil befürchten, dass sie durch den Bus über Gebühr belastet werden. Nun muss sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema befassen.

Fast 150 Unterschriften haben Jörg Schmitt, Friedrich Müller, Andreas Schalhorn und Klaus Volk gegen die geplante Busroute gesammelt. Die sieht einen Endhaltepunkt in der Lena-Christ-Straße vor. Von dort soll der Bus dann über die Käthe-Kollwitz-Straße zurück zur Lochhamer Straße fahren – also mitten durchs Wohngebiet. Den Initiatoren der Unterschriftenliste gefällt dies aber überhaupt nicht.

Zu Debatte stand auch ein Wendehammer an der Endhaltestelle, so dass die Busse das Wohngebiet wieder über die Lena-Christ-Straße hätten verlassen können. Doch das hatte der Gemeinderat aus Kostengründen abgelehnt. Dass die großen Fahrzeuge nun durch die Käthe-Kollwitz-Straße fahren sollen, hält Schalhorn für einen „verspäteten Aprilscherz“, wie er an Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) schrieb.

Er und seine Mitstreiter befürchten ohne den Wendehammer Verkehrs- und Sichtbehinderungen durch parkende sowie eine zusätzliche Umwelt- und Lärmbelastung durch bremsende und anfahrende Busse. „Außerdem gehen durch die Verkehrsführung zahlreiche Parkplätze verloren“, befürchtet Schmitt. Dass nur je drei Stellplätze an der Lena-Christ- und der Käthe-Kollwitz-Straße wegfallen, wie der Bürgermeister sagt, glauben die Martinsrieder nicht.

„Alleine an der Endhaltestelle stehen bis zu zwei Busse, für die jeweils vier Parkplätze geopfert werden müssten“, sagt Schmitt. Die Käthe-Kollwitz-Straße sei so schmal, dass auch dort viele der von den Gästen des dortigen Hotels genutzten Stellflächen wegfallen müssten – selbst wenn diese wie geplant zur Einbahnstraße umgewidmet würde.

Unterstützung bekommen die Martinsrieder von der FDP- und der CSU-Fraktion im Gemeinderat. Diese haben bereits beantragt, dass sich das Gremium nochmal mit der Routenführung befassen soll. Auch die Politiker der beiden Parteien sehen durch die geplante Route eine „massive Belastung des betroffenen Wohngebiets“.

Die Fraktionssprecher Giovanni Sammataro (CSU) und Christian Haugg (FDP) halten – ebenso wie die Martinsrieder – eine Einbahnstraßenregelung für die Käthe-Kollwitz-Straße für bedenklich, da der Verkehr dadurch auf die anderen Anliegerstraßen verlagert würde. Sie fordern „eine allen Interessen besser gerecht werdende Lösung“.
Andreas Daschner

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