Eschen und Erlen sterben wegen Pilzen

Fällungen an der Würm

Weil derzeit viele hoch gewachsene Eschen von einem Pilz befallen werden, muss die Baumpflege München in diesem Jahr besonders viele Bäume fällen.
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Weil derzeit viele hoch gewachsene Eschen von einem Pilz befallen werden, muss die Baumpflege München in diesem Jahr besonders viele Bäume fällen.

Planegg/Gräfelfing - Idyllisch ziehen sich grüne Bäume entlang der Würm. Doch was auf den ersten Blick gesund und grün aussieht, fällt aktuell einem gefährlichen Pilz zum Opfer

Derzeit sind besonders viele Bäume bunt mit Zeichen und Ziffern besprüht oder mit Plaketten gekennzeichnet: Sie sind markiert, weil sie schon bald der Säge zum Opfer fallen werden. Adele Nebl vom Wasserwirtschaftsamt hat Hallo München erklärt, warum die Baum­pflege jetzt sein muss: „Einmal jährlich werden die Bäume entlang der Würm, die auf Grundstücken der Wasserwirtschaftsverwaltung stehen, auf ihren Gesundheitszustand überprüft.“ Bäume von denen in absehbarer Zeit eine Gefahr durch Umsturz oder Astbruch ausgehen könnte, werden dann markiert. „Besonders häufig trifft es hohe, imposante Eschen, die von einem Pilz befallen werden, der leider ganze Kronenteile absterben lässt.“

Aber auch die zum Teil hundertjährigen Erlen sind betroffen: „Die Phythophtora-Wurzelhalsfäule befällt sie. Es ist ein Pilz der 1995 erstmals nachgewiesen wurde und sich seitdem rasant ausbreitet.“ Gerade jetzt nach den Dezemberstürmen – und angesichts der aktuellen Wettervorhersage, die erneut Sturmböen ankündigt – wurden Zusatzkontrollen durchgeführt. Sichtbare Hinweis- und Verbotsschilder sowie Absperrungen weisen die Spaziergänger auf die Gefährdung hin und halten sie fern von den Fällungsarbeiten. „Vor Ort sind immer vier Baumpfleger“, erzählt die Mitarbeiterin. Derzeit arbeiten die Baumpfleger verstärkt entlang der Grenze Planegg-Gräfelfing, sowie in Gräfelfing an der Würmstraße. Anwohner und Spaziergänger können aber auch selbst marode Bäume melden: „Totäste, Pilze an Starkästen, Spechtlöcher oder Schäden durch Biber am Baumfuß sind erste Hinweise“, sagt Nebl. Nicht immer muss der Baum dann gefällt werden: „Oft genügt ein Rückschnitt, um den Tieren den wichtigen Lebensraum zu erhalten.“ Die Versicherungspflicht des Amtes besteht allerdings nur auf öffentlichen Wegen. „Im Unterholz nicht. Wer sich hier bewegt muss mit abbrechenden Ästen und umfallenden Bäumen rechnen.“ Nebl rät allen Spaziergängern: „Bei Sturm wird generell empfohlen die Nähe alter Bäume zu meiden."!

Marie-Julie Hlawica

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