Die Gemeinden teilen sich künftig die Reinigungskosten für Turnhalle

Endlich: Die lang ersehnte Einigung beim Harz-Streit

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Um in der Handball-Elite mitzuspielen, müssen die „Würmtaler Wildkatzen“ Haftmittel benutzen, um beim Wurf genug Grip zu haben.

Würmtal – Die „Würmtaler Wildkatzen“ sind auf der Überholspur, doch der Mannschaftserfolg wurde von der finanziellen Situation überschattet – Jetzt scheint der Streit endlich beigelegt

Gute Nachrichten für die Handballspielgemeinschaft (HSG) Würm-Mitte zum Saisonbeginn: Der mit der Gemeinde Gräfelfing schwelende Streit um Putzkosten für die Turnhalle am Kurt-Huber-Gymnasium (Hallo berichtete) scheint beigelegt.

Ab 2019 wollen sich Gräfelfing, Planegg und Krailling die Kosten von rund 30 000 Euro teilen. Das sei jetzt vereinbart worden, bestätigt Planeggs Sprecherin Martina Sohn. Zunächst müsse die Spielvereinigung von TSV Gräfelfing und TV Planegg-Krailling zwar in Vorleistung gehen. Am Jahresende würde aber abgerechnet. Die Kosten jeder Gemeinde werden an der jeweiligen Anzahl an Mitgliedern bemessen. „In Planegg rechnen wir mit rund 8700 Euro im Jahr“, so Sohn. Die Gemeinderäte müssen die Kosten aber noch absegnen.

Abteilungsleiter Benedikt Waterloo ist erleichtert über den Ausgang.

Bei dem Streit war es um die Reinigung des Hallenbodens von Harz gegangen, welches im Handball in höheren Spielklassen als Haftmittel benutzt werden muss. Bisher zahlte diese die Gemeinde Gräfelfing allein. Bürgermeisterin Uta Wüst (IGG) wollte aber den Verein in die Verantwortung nehmen. Laut Abteilungsleiter Benedikt Waterloo wäre das nur mit einer extremen Steigerung der Mitgliedsbeiträge möglich gewesen.

Umso erfreuter ist Waterloo jetzt. „Die Aufteilung der Kosten war einer unserer Vorschläge.“ TSV-Präsident Christoph Göbel sieht sie gar als weiteren Schritt der erfolgreichen Zusammenarbeit. „Dass wir überhaupt die Halle nutzen dürfen, ist schon ein Entgegenkommen der Gemeinde.“

Ihr erstes Match in der 3. Bundesliga haben die „Würmtaler Wildkatzen“ am Wochenende jedenfalls bereits bestritten – vor rund 500 Zuschauern spielten sie in Gräfelfing unentschieden gegen den TSV Haunstetten.

Romy Ebert-Adeikis

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