Gautinger Blog-Projekt fürs Klima

Digitaler Kampf für den Klimaschutz

Karl Heinz Jobst hat das Blog-Projekt ins Leben gerufen.
+
Karl Heinz Jobst hat das Blog-Projekt ins Leben gerufen.

Der Gautinger Karl Heinz Jobst hat einen Blog gestartet, um Konzernen in Sachen Umweltschutz auf den Zahn zu fühlen

Der Bayerische Rundfunk bekam als erstes Post aus Gauting.

„Große Unternehmen sind mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten Hauptverursacher des Klimawandels. Wir, die Zivilgesellschaft, müssen sie entweder in die Verantwortung nehmen oder boykottieren“, schreibt Karl Heinz Jobst. Der Gautinger hat dafür ein Blog-Projekt gestartet: Dabei können Klima-Aktivisten Briefe veröffentlichen, die sie an Konzerne geschrieben haben – und auch die Antworten werden online publiziert.

Jobst selbst ist mit gutem Beispiel vorangegangen: Der Bayerische Rundfunk hat bereits Post aus Gauting bekommen, vor einigen Tagen auch der FC Bayern. Darin: Vorschläge für eine bessere Klimabilanz – zum Beispiel ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu verwenden oder den Einsatz für die Umwelt zum eigenen Markenzeichen zu machen. Den Bayerischen Rundfunk hat Jobst zudem vorgeschlagen, keine Flugreisen oder Wellness­trips mehr an Zuschauer und Zuhörer zu verlosen. „Die Antwort war so, wie ich sie erwartet hatte: Man tut schon was, man will noch mehr, aber es kostet eben Zeit und Geld.“ Bislang bleibe jede Firma hinter ihren Möglichkeiten, findet Jobst. 

Negativ-Preis für schlechte Unternehmen geplant

Auch der FC Bayern München soll zum Thema Klimaschutz Stellung nehmen.

Anschließend will er mit Mitstreitern die Konzerne anhand der Antworten bewerten. Das Rank­ing will er dann wieder in die Öffentlichkeit tragen. „Vielleicht verleihen wir dem schlechtesten auch einen Negativ-Preis.“ Dass die Bewertung nicht hundertprozentig objektiv sein kann, ist Jobst bewusst: „Es wird keinen Meterstab geben, um zu entscheiden, wer am besten ist.“

Aber bevor es so weit ist, braucht es auf dem Blog erstmal viele Schreiben. Dafür setzt Jobst vor allem auf die Fridays-for-Future-Bewegung, die er über sein Projekt informiert hat. „Mitmachen darf aber jeder.“ Den Blog lesen und selbst mitschreiben kann man unterwww.verantwortung.oeko-und-fair.de/ Romy Ebert-Adeikis


Klima-Demo in Gauting und München

Mehr Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz will am Samstag, 30. November, auch eine Demonstration in Gauting erreichen. Für die Kundgebung wird an der Ecke Hubert-Deschler-Straße/Bahnhofstraße eine Bühne aufgebaut. Die Aktivisten treffen sich um 11.45 Uhr. Hinter der Demo steckt das erst Anfang November gegründete Klimabündnis Landkreis Starnberg, das vor allem lokalpolitische Klimaschutz-Themen in den Fokus rücken möchte. Die Veranstalter rechnen mit 100 bis 200 Demonstranten, darunter viele Familien. 

Am Freitag, 29. November, demonstriert bereits Fridays for Future am Münchner Königsplatz für das Klima. Beginn ist um 12 Uhr mittags.

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Trotz Pandemie großes Kino –Fünf Seen Festival findet statt
Trotz Pandemie großes Kino –Fünf Seen Festival findet statt
Kommt jetzt der „WürmTaler“? – Neuer Verein will eigene Währung – Gemeinden sind kritisch
Kommt jetzt der „WürmTaler“? – Neuer Verein will eigene Währung – Gemeinden sind kritisch
Neurieder beklagen volle Wertstoffcontainer – Bürgermeister: „Es fehlen Kapazitäten bei Entsorgungsfirmen“
Neurieder beklagen volle Wertstoffcontainer – Bürgermeister: „Es fehlen Kapazitäten bei Entsorgungsfirmen“

Kommentare