Anzeige und Jugend-Treffpunkt gegen Randalierer am Gymnasiumsgelände

Ein Bushäuschen gegen Vandalismus

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Das Haus neben der Skateranlage sollen Jugendliche noch farblich gestalten.

Planegg – Glasscherben und Chaos: Die Situation am Sport- und Freizeigelände des Feodor-Lynen-Gymnasiums ist so nicht mehr hinnehmbar – Doch ein wetterfester Treffpunkt könnte die Lösung des Problems sein

Ausgerolltes Klopapier am Parkplatz, Glasscherben im Volleyballfeld, eingeschlagene Schaukästen: Heuer ist das Sport- und Freizeigelände am Feodor-Lynen-Gymnasium immer wieder von Vandalen heimgesucht worden. Das will die Gemeinde Planegg nicht länger hinnehmen: Sie hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

„Es kostet uns Zeit und Geld, jede Woche den Dreck zu beseitigen, der am Wochenende auf dem Gelände hinterlassen wurde“, sagt Betriebshofleiter Alexander Veit. Vor allem im Sommer hat sich das Gelände als Treffpunkt für feiernde Jugendliche etabliert. „Doch leider bleibt es oftmals nicht bei friedlichem Beisammensein“, so die Gemeinde. Ermahnungen vom privaten Sicherheitsdienst, der seit zwei Jahren jede Nacht einmal am Areal vorbeischaut – blieben ohne Erfolg. Eine Sicherheitswacht, wie die Gemeinde Gauting im Sommer nach ähnlichen Vorfällen auf den Weg gebracht hat, werde in Planegg aber noch nicht diskutiert, teilt Sprecherin Martina Sohn mit.

Stattdessen soll ein wetterfester Treffpunkt die Vandalen zu Räson bringen: Dafür hat der Bauhof jetzt zwischen Skateranlage und Beachvolleyballfeld ein ausrangiertes Buswartehäuschen aufgestellt. „Wenn die Jugendlichen einen festen Ort für sich haben und man mit ihnen bespricht, was dort nicht erwünscht ist, wird es mit den Beschädigungen vielleicht besser“, erklärt Sohn die Überlegung der Gemeinde. „Per se ist es ja völlig in Ordnung, dass sich Jugendliche an dem Gelände, wo sie keinen stören, treffen.“ Um das Bewusstsein für den Treffpunkt zu steigern, soll Planeggs Jugend an der Gestaltung beteiligt werden. In Angriff nehmen das die Sozialpädagogen vom Freizeittreff „Waaghäusl“.

Noch etwas skeptisch blicken andere Nutzer des Geländes auf den neuen Treffpunkt. „Ob die Idee mit dem Bushäuschen zur Besserung des aktuellen Zustands beiträgt, bleibt abzuwarten“, sagt Alexander Deutschmann von den Naturfreunden Würmtal. Deren Vereinsheim ist jüngst immer wieder betroffen gewesen. „Steinschläge in Fensterscheiben, Beschädigungen am Zaun, Graffities und Glasscherben rund um unseren Kletterturm sind leider keine Seltenheit“, so Deutschmann. Man bedauere, dass einige „unvernünftige Zeitgenossen“ das Freizeitgelände nicht schätzen.

Romy Ebert-Adeikis

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