Gräfelfinger Max Berthold für seinen Dienst bei THW geehrt

„Beim Helfen bin ich Überzeugungstäter“

Max Berthold (rechts) bei einer Lagebesprechung auf den Philippinen nach dem schweren Taifun Haiyan 2013.
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Max Berthold (rechts) bei einer Lagebesprechung auf den Philippinen nach dem schweren Taifun Haiyan 2013.

Gräfelfing – Er ist weltweit mit vollem Tatendrang im Einsatz: Seit mehr als 40 Jahren arbeitet Max Berthold (62) beim Technischen Hilfswerk – jetzt wird er für seinen Dienst geehrt

Er hat Hängebrücken in Equador gebaut, Flüchtlingslager im Kongo mit Wasser versorgt und das Elend nach dem Tsunami im Indonesischen Ozean 2004 miterlebt: Der Gräfelfinger Max Berthold ist seit über 40 Jahren für das Technische Hilfswerk (THW) weltweit unterwegs. „Mir fehlt nur Australien“, sagt der 62-Jährige lachend. „Aber da war das THW auch noch nie im Einsatz.“

Ins Ausland geht es für Berthold vor allem im Rahmen der Schnell­einheit Wasserversorgung, für die er Einsätze leitet. Außerdem betreut der Vermessungsingenieur seit 1991 den THW-Ortsverband München-Mitte mit rund 150 Ehrenamtlichen. Für seinen Dienst hat er 2007 bereits mit dem Bundesverdienstkreuz erhalten. Jetzt ist der 62-Jährige auch mit dem bayerischen THW-Steckkreuz geehrt worden.

„Beim Helfen bin ich Überzeugungstäter“, sagt Berthold. Seine Arbeit hat er dem Ehrenamt angepasst: Lange Zeit war er selbstständig, seit einem Jahr entwickelt er bei der Berufsfeuerwehr München Einsatzkonzepte für den Katastrophenschutz – und darf jederzeit aufbrechen, sobald ihn ein Hilferuf ereilt. „Im Idealfall ist man sechs Stunden später am Frankfurter Flughafen“, erzählt Berthold. Ein vorbereitetes Reisegepäck hat er immer beim THW gelagert. „Dann muss ich nur noch zwischen warmer und kalter Region unterscheiden.“

Vor Ort ist Berthold vor allem mit Organisation beschäftigt. Er kommuniziert mit Behörden, um geeignete Stellen für Wasser­aufbereitungsanlagen zu finden und diese – samt Verteilungsinfrastruktur und Prüflabor – zu errichten. Ohne sauberes Wasser ist es nur eine Frage der Zeit, bis in Krisenregionen Krankheiten ausbrechen. In München sieht er seine wichtigste Aufgabe darin, dass das THW auch in Zukunft personell gut aufgestellt ist. In seiner eigenen Familie hatte er schon Erfolg: Sein Sohn ist ebenfalls beim THW aktiv.

Romy Ebert-Adeikis

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